Herbst

2009 November 7
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von stanzebla

Heute war wieder einer der „4-Jahreszeiten-auf-einmal-Tage“. Während heftiger Regenschauer schien die Sonne.

miniputz2

Miniputz posiert unwirsch auf der Fensterbank, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

schafherbst

Stirnlöckchen führt die Schafe auf dem Weg zur Weide an, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

schafherbst2

Oval ist die ideale Körperform ;) , eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

saege

mein herbstlicher Arbeitsplatz, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

axt

meine Äxte, die dicke Axt wurde in diesem Herbst allerdings noch nicht eingesetzt, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Wikipedia Werbung

2009 November 7
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von stanzebla

Heute zeigte man mir die herrliche Seite http://meta.wikimedia.org/wiki/Fundraising_2009/core_messages/de, auf der die Übersetzungen der Slogans für die Wikipedia-Spendenaktion stehen. Normalerweise ist WP zu langweilig um darüber zu schreiben, aber die Seite war schon witzig.

„LANG LEBE WIKIPEDIA“

Jau, König WP I. er lebe hoch.

„FORTSCHRITT FÜR DIE MENSCHHEIT“

Und er leidet nicht unter Minderwertigkeitskomplexen.

„DIES IST UNSER GESAMTES WISSEN“

Wir wissen nicht sehr viel.

„SO SIEHT MENSCHLICHES POTENTIAL AUS“

Sie küssten und sie schlugen sich (frei nach François Truffaut).

„UNSER GEMEINSAMES WISSEN, UNSER GEMEINSAMER SCHATZ“

Gollum: „MEIN SCHATZZ!! MEIN SCHATZZZ!

„TEILT ALLE“

Argl, nein, teilt mich nicht. *rennt weg*

„FÜR DEINEN UR-UR-UR-UR-ENKELSOHN“

Ohja klar, nicht, dass ich gar keine Kinder habe, und natürlich existiert wikipedia für immer und ewig. -.^

„FÜR DEINE UR-UR-UR-UR-ENKELTOCHTER“

Da fragt man sich spontan warum sie nicht einfach ENKELKINDER brüllen.

„SIEH DIR AN, WAS DU GESCHAFFEN HAST“

Hab ich was zerbrochen oder so? :S

Eines Tages versammelte sich die Menschheit um einen Turm zu erstellen, der das gesamte Wissen der Menschheit zusammenfasst. Um uns für unsere Frechheit zu bestrafen trennte uns Gott durch verschiedene Sprachen, wir waren unfähig einander zu verstehen. Aber Gott sah, dass das noch nicht reichte, der Mensch in seinem Stolz verfolgte sein blasphemisches Ziel in den Apfel der Erkenntnis zu beissen. Also schuf Gott den Exklusionisten. Und Gott sah, dass es gut war. Animiertes gif von Lilyu, public domain/gemeinfrei

Ja, leider verstehen das auch nur Wikipedianer. Ein Exklusionist ist jemand, der löscht was die anderen schreiben.

Das erinnerte mich auch an:
Oh, hängt ihn auf

Oh hängt ihn auf! Oh hängt ihn auf!
Oh hängt ihn auf, den Kranz voll Lorbeerbeeren!
Ihn, unsern Fürst, ihn, unsern Fürst,
ihn, unsern Fürst, den wollen wir verehren.
Oh hängt ihn auf! Ihn unsern Fürst!
Oh hängt ihn auf! Ihn unsern Fürst,
ihn unsern Fürst, den wollen wir verehren.

Litre funéraire (Painted funereal band)

2009 Oktober 29

A litre funéraire (painted funereal band, aka litre seigneuriale) is a black band that was painted inside or outside of the walls of churches and chapels in France in medieval times and the Ancien Régime. The name derives from latin: „litura funeris“, which can be translated: „place that is revised for funeral“.

Design

The litre (short for „litre funéraire“) is usually a horizontal black band, that was painted on the plaster of walls and columns in a height of 2.50-4 metres. It was on average 30 centimetres wide. In case of the death of a person that held the jus patronatus the insignia (heraldric crown and coats of arms) of that person have been painted on the black band.

Litre in der Kirche von Rioux (Charente-Maritime), Foto von Cobber17, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0/CC by

Litre in the church of Rioux (Charente-Maritime), photo by Cobber17, licence: Creative Commons Attribution 3.0/CC by

History

During the Merovingian dynasty (5.-8. Jahrhundert) the Carolingian Empire has been christianized. Noble Franks built chapels for themselves and their retinue. They were the owners of the chapels and this ownership was hereditary. The owners could sell the chapels and churches or give them away. That was called „dominium laicus“ (secular dominion).

The Pope Gregory VII (1020-1085) initiated the investiture controversy (1076-1122), a political conflict between Church and state mainly about the investiture of bishops. Due to the Concordat of Worms (1122) and the Fourth Council of the Lateran (1215) a new jus patronatus was established in France, replacing the old dominium laicus. Laity could not own a church anymore, they could become patron of a church. As patron they were allowed to nominate a clergyman if a position was vacant (jus praesentendi). One of the rights of the patrons was the commemorative painting on the litre.

Litre in the church Saint-Pierre-ès-Liens in Chantérac (Dordogne), photo by Père Igor, licence: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0/CC by SA

First litres were painted at the end of the 11. century, especially during the First Crusade (1096-1099). In those times the litre have been painted mostly on the outer walls of churches and they were not permanent. The coat of arms of the deceased was deleted by painting it black on the day of his „Obituaire“ (Requiem Mass), that was celebrated one year after their funeral.

At the end of the 14th century the jus patronatus was hereditary, the litres were mostly in the churches and the coats of arms on the litres were permanent. More and more nobles received the jus patronatus by donations. At the beginning of the 17th century this right had to be regularized anew. In 1615 a bill was written that regularized every detail, the new right was accepted enthusiastically and the number of coats of arms on the litres declined. But the reputation of the litres had been already damaged by misuse. In some of the churches the patron went so far as to paint coats of arms on crucifixes.

On 13 April 1791 the National Assembly of the French Revolution decided that the litres should be removed completely from public churches and chapels by the patron. This enactment did not encounter much resistance, because at that time the litres were rarely used anymore. Litres that were not removed because of the enactment often disappeared later because of renovation works or decomposition. They are very rare these days.

Total verblasste Litre an der Kirche Notre-Dame in Notre-Dame-d'Épine (Eure, Haute-Normandie), die Litre war mit ortsüblichem gelben Lehm überschmiert worden, der an den Ecken der Kirche jedoch abgefallen ist, diese Behandlung hat der Litre jedoch nicht gut getan, eigenes Foto: Lizenz: Creative Commons attribution, CC by

Faded Litre on the outer wall of the church Notre-Dame in Notre-Dame-d'Épine (Eure, Haute-Normandie), own photo, licence: Creative Commons attribution, CC by

litrebeschm

A former litre was covered with clay on the outer walls of the church in Morsan (Eure), own photo, licence: public domain

References

Pierre Bodin: Les litres seigneuriales des églises de l’Eure. Amis des Monuments et Sites de l’Eure, Amis de Bernay, Condé-sur-Noireau 2005. (French)

Mathias Mareschal; Jean Adrien Sérieux (Hrsg.): Traité des droits honorifiques des patrons et seigneurs dans les églises, par m. Maréchal, avec les autres traités qui y étoient joints. Cheron, Paris 1772, S. 333-379 (in Google Books). (French)

External links

photos of litres funéraires in Wikimedia Commons

Creative Commons License
Litre funéraire (Painted funereal band) by stanze, stanzebla, Stanzilla is licensed under a Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported License.

wie der Reim entstand

2009 Oktober 28
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von stanzebla

Außerirdische waren auf der Erde. Sie sahen ganz normal aus, konnten uns jedoch nur über Übersetzungskästen verstehen. Diese Übersetzer redeten zu uns in unserer Sprache. Ich fand das super und probierte verschiedene irdische Sprachen aus. Schwedisch schien den Übersetzungskasten jedoch zu überfordern. Ich sagte: „du är rolig“ (du bist lustig), das verstand er nicht. Vielleicht ging ihm ja auch einfach die Bedeutung von „lustig“ ab. Denn ich redete gaaaanz langsam. Dann wollte einer der Außerirdischen, dass ich in einen Aufzeichnungskasten hinein erkläre, wie Reime entstanden sind. Ich musste das dreimal erklären, weil er die ersten zwei Versuche nicht verstand.

In der ur- und frühgeschichtlichen Zeit glaubten die Menschen, dass Wörtern Magie innewohnte, besonders in Namen. Namen waren eine Menge Wörter, denn auch die Dinge haben Namen. Das Gleichlauten von Wörtern verlieh ihnen besondere magische Macht. So entstand der Reim.

Nachdem der Außerirdische das verstanden zu haben schien, wachte ich auf.

Litre funéraire (Trauerband)

2009 Oktober 26

Ich habe den schon existierenden Wikipediaartikel am 13. Oktober schwer überarbeitet. Hier das Ergebnis:

Eine litre funéraire (Trauerband, von lat. litura funeris, etwa „bei Begräbnis korrigierte Stelle“, auch litre seigneuriale) ist ein gemaltes schwarzes Band, auf dem Wappen oder anderen Zeichnungen zum Gedenken an hochgestellte verstorbene Personen gezeichnet wurden. Man findet sie in Kirchen oder Begräbniskapellen des Mittelalters und Ancien Régimes in Frankreich.

Gestaltung

Die litre funéraire ist in der Regel ein waagerechtes, auf den Putz der Wände und Pfeiler gemaltes schwarzes Band, gut einen halben Meter breit und in zweieinhalb bis vier Metern Höhe über dem Fußboden. Sie reichte meist um die Oberflächen aller inneren Bauteile oder um die Außenmauern herum. Im Falle des Todes einer Persönlichkeit, die das Kirchenpatronatsrecht hatte, wurde zu deren Gedenken auf das schwarze Band ihre Insignien, Rangkrone und Familienwappen gemalt.

Litre in der Kirche von Rioux (Charente-Maritime), Foto von Cobber17, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0/CC by

Litre in der Kirche von Rioux (Charente-Maritime), Foto von Cobber17, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0/CC by

Geschichte

In der Merowingerzeit (5.-8. Jahrhundert) wurde das Fränkische Reich christianisiert. Adlige Franken errichteten auf ihren Ländereien Gotteshäuser, um dort mit ihrer Familie und ihrem Gefolge zu beten. Sie waren die Besitzer der Kirchen oder Kapellen und dieser Besitz war vererbbar. Die Besitzer konnten die Kirchen verkaufen oder verschenken. Das nannte man Dominium laicus (etwa „weltliches Herrschaftsvermögen“).

Der Kirchenreformer Gregor VII. (1020-1085) leitete den Investiturstreit (1076-1122) ein, einen politischen Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Macht um die Amtseinsetzung von Geistlichen. Durch das Wormser Konkordat (1122), aber mehr noch durch das Vierte Laterankonzil (1215) wurde ein neues Kirchenpatronatsrecht in Frankreich etabliert, das das alte Dominium laicus ersetzte. Laien durften eine Kirche nicht mehr besitzen, sie konnten Schirmherr einer Kirche werden. Als Schirmherr besaßen sie zum Beispiel das Recht einen neuen Pfarrer vorzuschlagen (jus praesentendi) wenn die Stelle vakant war. Zu ihren Rechten gehörte das Gedenkbild auf der litre funéraire.

Erste litres funéraires wurden schon gegen Ende des 11. Jahrhundert gezeichnet, besonders während des Ersten Kreuzzugs (1096-1099). Damals waren sie meist auf den Außenmauern des Gotteshauses und hatten noch keinen permanenten Charakter. Die Wappen der Verstorbenen wurden anlässlich des Seelenamts (Obituaire), das ein Jahr nach ihrem Begräbnis zelebriert wurde, schwarz übermalt.

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts waren die Schirmherrschaften über die Kirchen erblich geworden, die litres funéraires befanden sich meist im Inneren der Kirche und die Wappenzeichnungen wurden nicht mehr gelöscht. Personen, die eine unbedeutende Kirche oder Kapelle gestiftet hatten, die zu einer größeren Pfarrei gehörte, bekamen dadurch auch das Recht auf die litre funéraire in der Hauptkirche der Pfarrei. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts musste dieses Recht neu geregelt werden. 1615 wurde deshalb ein Gesetzesentwurf geschrieben, der es bis ins Detail regelte. Das Gesetz wurde begeistert angenommen und die Zahl der Wappenzeichnungen ging deutlich zurück. Das Ansehen der litre funérale war jedoch schon durch Missbrauch gesunken. In manchen Kirchen hatte der Schirmherr das Band sogar auf Kreuzen anbringen lassen.

Am 13. April 1791 beschloss die Nationalversammlung die komplette Entfernung der litres funéraires durch die Schirmherren an und in öffentlichen Kirchen und Kapellen. Der Beschluss traf auf keinen großen Widerstand, weil zu jener Zeit der Brauch kaum noch ausgeübt wurde. Litres funéraires die nicht aufgrund des Beschlusses übermalt wurden, verschwanden später durch Renovierungsarbeiten oder durch Verwitterung. Heute sind nur noch wenige von ihnen erhalten.

Total verblasste Litre an der Kirche Notre-Dame in Notre-Dame-d'Épine (Eure, Haute-Normandie), die Litre war mit ortsüblichem gelben Lehm überschmiert worden, der an den Ecken der Kirche jedoch abgefallen ist, diese Behandlung hat der Litre jedoch nicht gut getan, eigenes Foto: Lizenz: Creative Commons attribution, CC by

Total verblasste Litre an der Kirche Notre-Dame in Notre-Dame-d'Épine (Eure, Haute-Normandie), die Litre war mit ortsüblichem gelben Lehm überschmiert worden, der an den Ecken der Kirche jedoch abgefallen ist, diese Behandlung hat der Litre jedoch nicht gut getan, eigenes Foto: Lizenz: Creative Commons attribution, CC by

litrebeschm

Eine mit Lehm überschmierte Litre an der Kirche von Morsan, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

Literatur

Pierre Bodin: Les litres seigneuriales des églises de l’Eure. Amis des Monuments et Sites de l’Eure, Amis de Bernay, Condé-sur-Noireau 2005. (französisch)

Mathias Mareschal; Jean Adrien Sérieux (Hrsg.): Traité des droits honorifiques des patrons et seigneurs dans les églises, par m. Maréchal, avec les autres traités qui y étoient joints. Cheron, Paris 1772, S. 333-379 (in Google Books). (französisch)

Weblinks

Fotos von litres funéraires auf Wikimedia Commons

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originaler Artikel vom 13. Oktober, Versionsgeschichte, Autoren: Stanzilla (moi-même), JaScho, Brunosimonsara, Gregor Bert, Hofres und Jochen Jahnke.