Neid kann teuer werden

Ich erwarb aus purem Neid auf einen gewissen österreichischen Wikipedianer (hat ne Nikon D7000) einen neuen preiswerten Fotoapparat. Nur wegen der Pixelzahl, “wird schon besser sein”, hatte digitalen Stabilisator (was sowieso Schrott ist). 59€ kostete das kleine Schätzchen, eine Fujifilm Finepix JX 300. Ich bin arm, ich konnte mir eigentlich auch das nicht leisten. Sie war im Sonderangebot und sah mich mit grossen Augen an. “Nimm mich mit.” Zwei Tage lang versuchte ich die Batterie zu laden. Nix. Ich weiss daher nicht, wie die Bilder geworden wären. Der Verschluss vom Batteriefach, so ein kleines Plastikteil an einer Feder, ist ausserdem eine Sollbruchstelle. Und daher kann ich diese Kamera nicht empfehlen. Ich ging also zum Service après vente (Kundenservice) und zeigte das Ding vor. Sie konnten sie mir nicht eintauschen, da sie keine mehr hatten. Was ein Glück. Im Laden hatten sie schon noch zwei. Aber die wollte ich nicht. Offensichtlich hatte das Sonderangebot viele Leute zum Kauf animiert. Ich kam mir mittlerweile auch vor wie eine Verräterin an Markus’ Kodak Easyshare CS340. Sie funktioniert noch fast ganz einwandfrei und ist mit mir bisher durch dick und dünn gegangen, so dass Markus auch nicht das Herz hatte uns zu trennen. Da ich aber nun einen Gutschein hatte, musste ich irgendwas kaufen, ich konnte ja auch etwas ganz anderes kaufen. Ich rang mit mir selbst. Nein, dabei ist nichts kaputt gegangen. Nachdem ich ungefähr alle Schildchen in E.Leclercs Technologieabteilung durchgelesen hatte, kaufte ich eine Panasonic Lumix DMC-S1. Die kostete allerdings 89€ und war damit die preiwerteste Kamera die sie hatten, die immerhin einen optischen Bildstabilisator hatte. Nochmal 30€ mehr, das war schon recht bitter. Seitdem probiere ich die Panasonic Lumix DMC-S1 aus. Sie ist wirklich super bei Makro-Fotos (im Vergleich mit der Kodak Easyshare CS340). Ansonsten komm ich noch nicht wirklich mit ihr zurecht und werde wohl beide Kameras benutzen. Tja. Die Kodak ist schon ein bisschen grösser und hat einen Sucher, das macht mehr aus, als ich gedacht hätte. Nun bin ich ja vielleicht auch einfach zu alt und habe einen Tatterich, oder ich hab es nur abends versucht (gibt ja ziemlich viel Arbeit tagsüber und exotisches normannisches Wetter) oder ich bin unbegabt, oder einfach schrecklich sentimental. (Meine Suppe ess ich nicht.) Das kann ich jedenfalls nicht auf Englisch schreiben, denn eine gewisse weibliche Person gönnt mir das hundertprozentig überhaupt nicht.

Hier die ersten Testergebnisse.

Wenn der Hund stillhält ist das alles kein Problem. Phex auf dem Sofa. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Da legt der Schlingel mir doch glatt die Pfote aufs Knie. Damit fordert er mich auf, ihn zu streicheln. Und zwar richtig. Wenn ich das nicht richtig mache, quengelt er. Ja, klingt irgendwie komisch. So ist er, mein Phex. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Distel mit Biene (?), noch haben wir ein paar Disteln am “Schlafstall”. Die werden hier ja nicht vergiftet. Nicht etwa weil die Chefs Ökos sind, sondern weil es Geld kostet. Es gibt ja mich und die Motorsense, daher werden diese Disteln in den nächsten Tagen dahingerafft werden. Die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden wahrscheinlich einen Portestmarsch organisieren. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Sehen doch ganz hübsch aus, die Disteln. Es handelt sich um Ringdisteln, wahrscheinlich um Weg-Disteln (Carduus acanthoides), letzteres ist aber nur geraten. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Weinbergschnecke (Helix pomatia). Ich find die total niedlich. Diese hier war ziemlich fix dabei. Ich musste aber noch nicht die “Sporteinstellung” wählen, um sie zu fotografieren. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Im nächsten moment stratzte sie schon die Wand hinauf. Wahrscheinlich müssen die Weinbergschnecken in Frankreich etwas schneller sein. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Jetzt mal etwas aus der Abteilung “Gegend”. Die meisten Flachsfelder sind hier schon gerauft und es erfolgt die Tauröste. Siehe Wikipedia: Flachsfaser/Ernte

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum), auch bekannt als Flachs, bei der Tauröste. Wahrscheinlich einfach schon zu dunkel. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Das Blümi ist wahrscheinlich eine Rote Lichtnelke (Silene dioica) und wächst hier sehr schattig am Hang der Bocage unter hohen Bäumen. Fokus hier mal wieder ein bisschen versaut, da kann aber die Kamera nichts für. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Die ersten Brombeeren (Rubus sectio Rubus) sind reif, ISO 400, das war schon sehr sehr spät auf dem Heimweg. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Phex posiert total gern. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Rudi hält auch ab und zu still. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Sie sehen jedenfalls zufrieden aus. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Aktualisierung: Ja, das ist wohl ein Fall von “meine Suppe ess ich nicht.” Hundefotos (von sich bewegenden Hunden) werden nach wie vor mit der Kodak Easyshare CS340 im “Allgemeinmodus” besser (es staunt der Laie und der Fachmann wundert sich). Im Sportmodus sind sie aber auch mit der Panasonic Lumix DMC-S1 ganz okay. Gebäude werden mit der Panasonic Lumix DMC-S1 besser, die bewegen sich ja nicht. Ich hab doch keinen Tatterich. Die Panasonic Lumix DMC-S1 hat generell gern etwas besseres Wetter, der würde es wahrscheinlich in der Provence gut gefallen. Bei hohem Photonendruck wird sie sich wahrscheinlich sehr wohl fühlen. Jaja, viele weitere Tests werden folgen.

Ringdistel, diesmal mit Hummel. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Kleines Tausendgüldenkraut (Centaurium pulchellum). Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Phex und Bach im Sportmodus. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Bach und Rudi. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Rudi ist begeistert. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Heute Abend gab es ein Gewitter, das sehr hübsch aussah, als es sich vom Meer her näherte.

Gewitter im Anzug. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Gleich kommt das Gewitter an. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Gewitterschafe. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported

Creative Commons License
Neid kann teuer werden by stanze is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.

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