Friedrich der Hunderebell

Welpenzuwachs

2004 kam Chefin auf die Idee uns diverse Hunde aus der Provence zu bringen, weil sie dort unten mal wieder einen Überhang hatten. Ihre Zwingerhündin hatte Welpen bekommen, Chefin behauptete das wär Kevin’s Schuld, er habe das Tor aufgelassen. das ist natürlich Quatsch, die Guardians waren so lieb gewesen die Zwingerhunde auch mal rauszulassen.

Damals hatte ich nur eine sehr billige Digitalkamera, die nur den kleinen Fleck in der Mitte fokussierte und den Rest verwischte. Besser als nichts.

Ausser den zwei Berner Sennenhundmischlingen kamen auch zwei total bedrogte Cavalier King Charles Spaniel Welpen. Ich weiss nicht ob die Welpen alle die gleiche Dosis Reisetabletten bekommen hatten, egal welche Grösse, auf jeden Fall waren die Spaniels nicht wachzukriegen. Ich hab sie auf das Hundebett gelegt und Rudi hat ihren Zustand schamlos ausgenutzt und sich auf ihnen stundenlang gerubbelt.

Der eine der beiden Spaniel war selbstmörderisch veranlagt. Er ist zum Beispiel in den Pool vor dem Schloss gesprungen. Markus war in der Nähe am Harken und hat es nur aus den Augenwinkeln gesehen, ist herbeigestürzt und hat den Kleinen aus dem Pool gezogen.  Daraufhin nannten wir ihn Kurt, wegen Kurt Cobain. Er wurde sehr schnell nach Amerika gebracht und dort einer Frau gegeben, bei der er den ganzen Tag in einem Käfig verbringt. Abends holt sie ihn raus. Das ist wohl normal in Amerika. genauso wie “paper training”. Die Hunde werden dazu erzogen gar nicht rauszugehen sondern auf ein Stück Zeitung in der Küche zu machen. Eklig, gell?

Auf jeden Fall war der dann weg und nur drei blieben.

Rhesus war wesentlich schlauer als sein Kollege. Er wurde später einem schwulen französischen Antiquitätenhändlerpärchen gegeben, bei denen er es sehr gut hat. Er hat dort auch noch 3 Spaniel Kumpels. Sie haben im Oktober 2004 ein paar Fotos geschickt, die ich heute mal eingescannt habe.

Zum Vergrössern auf die Bilder klicken, besonders gut sind sie wegen der schlechten Kamera leider nicht.

Berner Sennenhundmischlingswelpen

Berner Sennenhundmischlingswelpen

Rhesus aka Patch

Rhesus aka Patch

Rhesus - typischer Gesichtsausdruck

Rhesus - typischer Gesichtsausdruck

Rieke aka Susi

Rieke aka Susi

Friedrich der Rebell

Friedrich der Rebell

da waren sie noch klein

da waren sie noch klein

Friedrich und Phex 2004, eigenes Foto, gemeinfrei

Friedrich und Phex 2004, eigenes Foto, gemeinfrei

Patch mit seinen Spielzeugen in seinem Körbchen.

Patch mit seinen Spielzeugen in seinem Körbchen.

Patch und seine Kumpels.

Patch und seine Kumpels.

Chefin beschloss die Berner Sennenhundmischlinge Friedrich und Friederikia zu nennen. Friedrich nach Friedrich dem Grossen. Nur dass sie kein “ch” aussprechen kann, genau wie bei Bach. Sie denkt wohl Friederikia sei die korrekte weibliche Form von Friedrich. Ich hab sie Rieke genannt, sie war (oder ist) ein sehr schüchterner Hund und stand total unter der Fuchtel von Friedrich. Heute wohnt sie in der Provence in dem andern Schloss der Chefes. Sie wird in den Zwinger gesperrt wenn die Chefes kommen und bellt dann immer. deshalb soll sie weg. Eventuell wird man uns Rieke im Austausch gegen Bach ausliefern. Das klingt, als wären es politische Gefangene.😕 Heute wird Rieke Susi genannt.

Friedrich hatte ein mutiertes Auge, also was die Farbe angeht, das verlieh ihm einen besonders rebellischen Blick.

Er war sehr nett zu Menschen und verstand sich auch einigermassen mit Phex aber mit Rudi ging es gar nicht. Die beiden prügelten sich sehr häufig und Friedrich war von Anfang an grösser als Rudi, und er wuchs noch. Ich war aber so doof zu denken Rudi hätte vielleicht Friedrich provoziert. Denn wenn ich dabei war benahm er sich ja. Ich weiss noch wie ich einmal dazwischengehen musste und dachte, der kann mir auch leicht was abbeissen. Berner Sennenhunde können Autoreifen zerbeissen. Aber Friedrich war echt okay mit Menschen. Rudi hatte damals eine kleine Platz oder Bisswunde am Kopf, es blutete nicht aber war echt schon bedenklich. Kurz darauf fiel Friedrich des nachts die Schafe an und biss ein Schaf in den Po. Es hatte eine Risswunde die musste genäht werden. Da war klar Friedrich kann hier nicht bleiben. Ich hab das Chefin erzählt, die wollte dann nicht dass die Geschwister getrennt werden, weil das nicht in ihren Film vom König der Preussen passte. Also wurden beide wieder in die Provence gebracht.

In der Provence hat er einem der dort lebenden Spaniels ein Bein zerfleischt. Der Spaniel musste operiert werden aber er ist dann doch noch gestorben. Friedrich wurde also in den Zwinger gesperrt. Aber jeder hatte jetzt Angst vor ihm und er wurde schliesslich eingeschläfert. Das hätte echt nicht sein müssen, bei Leuten ohne kleine Hunde wäre alles gut gewesen.

Bei der Aktion mit dem Schaf hatte Friedrich natürlich Rieke genötigt mitzulaufen. Eins der Schafe ist ihr dabei auf einen Fuss getreten und hat ihr einen Zeh gebrochen. Unser Tierarzt in B. sagte das müsse operiert werden sonst würde sie immer humpeln. Aber das hätte erstens keiner bezahlt, höchstens wir und zweitens wurde sie sehr schnell in die Provence geschafft. Der Tierarzt hatte einen Pflasterverband angefertigt um die Knochen provisorisch zu verbinden und den gebrochenen Zeh ruhigzustellen. Falls Rieke wirklich zurückkommt können wir sehen, ob sie humpelt und wie es verheilt ist.


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One thought on “Friedrich der Hunderebell

  1. […] werden sollte, fand ich heute zwei alte Ausdrucke von Fotos von Chefin, auf denen Rieke und Friedrich abgebildet sind, zwei Berner Sennenhund-Mischlinge. Die Qualität der Ausdrucke ist schlecht und […]

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