Sarah Palin im Interview mit Katie Couric über Finanzpolitik

Textauszüge habe ich von Ben Smith’s Blog, es gibt aber auch welche auf CBS. Dort kann man auch ein Video des Interviews sehen (auf CBS kommt zuerst Werbung, dann das Interview).

Katie Couric ist die Sprecherin und Chef-Editorin der CBS Evening News (Abendnachrichten).

COURIC: Sarah Palin kept up her busy schedule today, meeting with several world leaders who are here in New York for the UN session. But she took time out for an exclusive interview, in which we discussed the state of the economy at length. We began, though, by addressing reports that the lobbying firm of Senator McCain’s campaign manager received payments from Freddie Mac until last month. I asked for her reaction to that.
COURIC: Sarah Palin hat einen vollen Terminplan. Heute traf sie mehrere Staatschefs, die wegen einer UN-Sitzung in New York sind. Aber sie nahm sich die Zeit für ein exklusives Interview, in dem wir den Zustand der Ökonomie ausführlich diskutierten. Wir begannen allerdings damit, die Vorwürfe gegen die Firma des Wahlkampfmanagers von Senator McCain anzusprechen. Diese Firma wird beschuldigt Gelder von Freddie Mac bis letzten Monat bekommen zu haben. Ich habe sie nach ihrer Reaktion auf diese Vorwürfe gefragt.

(Freddie Mac (Federal Home Loan Mortgage Corporation) ist eine börsennotierte US-amerikanische Hypothekenbank mit Firmensitz in McLean, Virginia. Freddie Mac kauft Hypothekenkredite von Banken, fasst diese Kredite zusammen und bringt sie als Mortgage Backed Securities auf den Kapitalmarkt. 2008 geriet das Unternehmen ebenso wie der Konkurrent Fannie Mae aufgrund der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten in finanzielle Schwierigkeiten. Am 13. Juli 2008 kündigte die US-Regierung an, Freddie Mac und Fannie Mae mit Krediten und Aktienkäufen in Milliardenhöhe zu stützen, um einen Bankrott der beiden Bankhäuser zu verhindern. US-Senat und US-Repräsentantenhaus haben dies am 23. Juli in den Grundsätzen genehmigt. Am 7. September 2008 übernahm die zuständige Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) die Kontrolle über Freddie Mac.

Der Wahlkampfmananager von McCain ist Rick Davis.)

PALIN: My understanding is that Rick Davis recused himself from the dealings of the firm. I don’t know how long ago, a year or two ago that he’s not benefiting from that. And you know, I was — I would hope that’s not the case.
PALIN: So weit ich weiss hat sich Rick Davis wegen Befangenheit aus der Leitung der Firma zurückgezogen. Ich weiss nicht genau wann das war, vor ein oder zwei Jahren, dass er nicht mehr davon profitiert (der Satz ist so komisch, das ist nicht meine Schuld). Und wissen Sie, ich habe- ich hoffe das ist nicht der Fall.

COURIC: But he still has a stake in the company, so isn’t that a conflict of interest.
COURIC: Aber er hat immer noch Anteile der Firma, ist das nicht ein Interessenkonflikt?

PALIN: Again, my understanding is that he recused himself from the dealings with Freddie and Fannie, any lobbying efforts on his part there. And I would hope that’s the case because, as John McCain has been saying, and as I’ve been on a more local level been on a much more local level been also rallying against is the undue influence of lobbyists in public policy decisions being made.
PALIN: Abermals, so weit ich weiss hat er sich wegen Befangenheit aus den Geschäften mit Freddie Mac und Fannie Mae zurückgezogen, jede seiner Lobbying Bemühungen. (ich habe hier Mühen ein deutsches Wort für “Lobbying” zu finden, es hat etwas mit Interessengemeinschaften zu tun, aber Interessengemeinschaft ist keine Tätigkeit, die Tätigkeit wäre vielleicht “Interessen vertreten”.)
Und ich hoffe das ist der Fall, so wie John McCain gesagt hat, und weil ich mehr auf einem kommunaleren Level, auf einem viel kommunaleren Level auch gegen den unzulässigen Einfluss von Lobbyisten in Entscheidungen von öffentlicher Politik war.

COURIC: Then we focused on the $700 billion government bailout of bad debt and I asked her if she supports it.
COURIC: Dann konzentrierten wir uns auf das 700 Billionen Dollars Rettungsprogramm gegen den Forderungsausfall (Als Forderungen bezeichnet man in der Bilanz jene Gelder, die das bilanzierende Unternehmen noch bekommen soll bzw. auf die es noch Anspruch hat. Können Forderungen bei Schuldnern trotz Mahnungen und gegebenenfalls Vollstreckungen nicht eingetrieben werden, z. B. bei Insolvenz, sind Abschreibungen erforderlich, die sich negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) des Unternehmens auswirken und bei Liquiditätsproblemen der Gläubigerfirma diese selbst in finanzielle Schwierigkeiten bringen können (Domino-Effekt). Das Geld das wegen Insolvenz nicht gesammelt werden kann heisst in Amerika “bad debt”.)

PALIN: I’m ill about the position that America is in and that we have to look at a $700 billion bailout. At the same time we know that inaction is not an option and as Senator McCain has said unless this nearly trillion-dollar bailout is what it may end up to be, unless there are amendments in Paulson’s proposal, really I don’t believe that Americans are going to support this and we will not support this. The interesting thing in the last couple of days that I have seen is that Americans are waiting to see what John McCain will do on this proposal. They’re not waiting to see what Barack Obama is going to do. Is he going to do this and see what way the political wind’s blowing? They’re waiting to see if John McCain will be able to see these amendments implemented in Paulson’s proposal.
Ich fühle mich schlecht wegen der Position in der Amerika sich befindet und weil wir uns den 700 Billionen Dollar Rettungsplan ansehen müssen. Gleichzeitig wissen wir jedoch, dass Untätigkeit keine Option ist und Senator McCain hat gesagt, ausser dieser fast 30 Trillionen Dollar Rettungsplan ist worauf es hinauslaufen kann, ausser da sind Ergänzungen Paulsons Vorschlag, wirklich ich glaube nicht, dass die Amerikaner dies unterstützen werden und wir werden es nicht unterstützen. Das interessante ist, dass ich in den letzten Tagen gesehen habe, dass die Amerikaner warten, was McCain mit diesem Vorschlag machen wird. Sie warten nicht darauf was Obama tun wird. Wird er dies tun –sie bewegt ihren Finger wie jemand der prüft aus welcher Richtung der Wind kommt– und warten aus welcher Richtung der politische Wind weht? Sie warten ob McCain sehen wird, dass diese Ergänzungen in Paulsons Vorschlag eingebracht werden.

COURIC: Why do you say that? Why are they waiting for John McCain and not Barack Obama?
COURIC: Warum sagen Sie das? Warum sagen Sie, dass sie auf John McCain warten und nicht auf Barack Obama?

PALIN: He’s got the track record of the leadership qualities and the pragmatism that’s needed at a crisis time like this.
PALIN:Er hat eine politische Karriere voller Führungsqualitäten und den Pragmatismus der nötig ist in einer solchen Krisenzeit.

COURIC: But polls have shown that Senator Obama has actually gotten a boost as a result of this latest crisis with more people feeling that he can handle the situation better than John McCain?
COURIC: Aber Umfragen haben gezeigt, dass Senator Obama einen Anstieg als Resultat dieser Krise verzeichnen kann, mehr Leute meinen, dass er die Situation besser bewältigen kann als John McCain.

PALIN: I’m not looking at poll numbers. What I think Americans at the end of the day are going to be able to go back and look at track records and see who’s more apt to be talking about solutions and wishing for and hoping for solutions for some opportunity to change, and who’s actually done it?
PALIN: Ich meine nicht die Umfrageergebnisse. Was ich denke, dass Amerikaner am Ende des Tages zurückgehen können und sich die politische Karriere ansehen und sehen wer geeigneter ist über Lösungen zu reden, wer Lösungen erhofft und eine Möglichkeit zur Änderung und wer es schon getan hat.

COURIC: If this doesn’t pass, do you think there’s a risk of another Great Depression?
COURIC: Wenn der Rettungsplan nicht genehmigt wird, glauben Sie, dass die Gefahr einer erneuten “Grossen Depression” (Baisse) besteht?

PALIN: Unfortunately, that is the road that America may find itself on. Not necessarily this as it’s been proposed has to pass or we’re going to find ourselves in another Great Depression. There has got to be action — bipartisan effort — Congress not pointing fingers at one another but finding the solution to this, taking action, and being serious about the reforms on Wall Street that are needed.
PALIN: Leider ist das die Strasse auf der Amerika sich vielleicht wiederfinden wird. Nicht unbedingt das dies wie es ist angenommen werden muss oder wir werden in einer erneuten Grossen Depression sein. Es muss etwas geschehen, Anstrengungen beider Parteien, im Kongress sollten sie nicht mit dem Finger auf einander zeigen sondern eine Lösung finden, etwas tun, und die Reformen, die an der Wall Street gebraucht werden, ernst meinen.

COURIC: Would you support a moratorium on foreclosures to help average Americans keep their homes?
COURIC: Würden Sie einen Aufschub für den Verfall der Grundstücke an die Gläubiger unterstützen, um durchschnittlichen Amerikanern zu helfen ihr zuhause behalten zu können?

PALIN: That’s something that John McCain and I have both been discussing whether that is part of the solution or not … you know, it’s going to be a multifaceted that has to be found here.
PALIN: Das ist etwas, dass John McCain und ich diskutiert haben, ob das Teil einer Lösung ist oder nicht… wissen Sie, es wird vielfältig sein was man hier finden muss.

COURIC: So you haven’t decided whether you’ll support it or not?
COURIC: Also haben Sie nicht entschieden ob Sie das unterstützen oder nicht?

PALIN: I have not.
PALIN: Ich habe nicht.

COURIC: What are the pros and cons of it, do you think?
COURIC: Was, denken Sie, wären denn seine Vor-und Nachteile?

PALIN: Well, some decisions that have been made poorly should not be rewarded, of course.
PALIN: Also, dumme Entscheidungen sollten natürlich nicht belohnt werden.

COURIC: By consumers, you’re saying?
COURIC: Von Verbrauchern, meinen Sie?

PALIN: Consumers and those who were predator lenders also. That’s, you know, that has to be considered also. But again, it’s got to be a comprehensive long-term solution found for this problem that America is facing today. As I say, we are getting into crisis mode here.
PALIN: Verbraucher und auch verbrecherische Kreditgeber. Das, wissen Sie, das muss auch berücksichtigt werden. Aber nochmal, es muss eine umfassende Langzeit- Lösung für dieses Problem, dem Amerika heutzutage gegenübersteht, gefunden werden. Wie ich schon sagte, wir geraten in einen Krisenfall hier.

COURIC: You’ve said, quote, “John McCain will reform the way Wall Street does business.” Other than supporting stricter regulations of Fannie Mae and Freddie Mac two years ago, can you give us any more example of his leading the charge for more oversight?
COURIC: Sie haben gesagt, ich zitiere: “John McCain wird die Art reformieren mit der die Wall Street Geschäfte macht.” Andere als, wie vor zwei jahren, die strengere Ausführungsrichtlinien für Fannie Mae und Freddie Mac zu unterstützen. Können Sie uns andere Beispiele dafür geben, dass er mehr Aufsicht fordert?

PALIN: I think that the example that you just cited, with his warnings two years ago about Fannie and Freddie — that, that’s paramount. That’s more than a heck of a lot of other senators and representatives did for us.
PALIN: Ich denke, dass das Beispiel das Sie gerade erwähnt haben, mit seinen Warnungen über Fannie und Freddie vor zwei Jahren – das ist überragend. Das ist viel mehr als andere Senatoren und Abgeordnete für uns getan haben.

COURIC: But he’s been in Congress for 26 years. He’s been chairman of the powerful Commerce Committee. And he has almost always sided with less regulation, not more.
COURIC: Aber er ist schon seit 26 Jahren im Kongress. Er war Vorsitzender des einflussreichen Commerce Committee (Handels Kommission). Und er war fast die ganze Zeit für weniger Ausführungsrichtlinien, nicht mehr.

PALIN: He’s also known as the maverick, though. Taking shots from his own party, and certainly taking shots from the other party. Trying to get people to understand what he’s been talking about — the need to reform government.
PALIN: Er ist aber trotzdem als der Einzelgänger bekannt. Der manchmal von seiner eigenen Partei angegriffen wird aber sicherlich von der anderen Partei. Der versucht Leuten verständlich zu machen worüber er redet – den Bedarf einer Reform der Regierung.

COURIC: I’m just going to ask you one more time, not to belabor the point. Specific examples in his 26 years of pushing for more regulation?
COURIC: Ich frage Sie noch einmal, nicht um darauf herumzureiten, präzise Beispiele in seiner 26 jährigen Laufbahn für umfassendere Vorschriften?

PALIN: I’ll try to find you some, and I’ll bring them to you.
PALIN: Ich werde versuchen ein paar für Sie zu finden und dann werde ich Sie Ihnen bringen.

Mehr von diesem Interview, gibt es auf CBS.

Insgesamt erinnert mich Sarah Palins Vorstellung hier an mich im mündlichen Abitur über Religion. Ich hatte da auch von Tuten und Blasen keine Ahnung, allerdings sollte ich auch nicht zum Bischof gewählt werden.

2 thoughts on “Sarah Palin im Interview mit Katie Couric über Finanzpolitik

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