Sarah Palin im Interview mit Katie Couric über Aussenpolitik

Und wieder einmal werde ich euch und mich mit Übersetzungsarbeit quälen. Textauszüge habe ich von CBS. Dort gibt es auch noch ein Video, zuerst zeigen sie Werbung, dann kommt das Interview.

Katie Couric ist die Sprecherin und Chef-Editorin der CBS Evening News (Abendnachrichten).

Katie Couric: As we stand before this august building and institution, what do you see as the role of the United States in the world?
COURIC: Während wir vor diesem erhabenen Gebäude und Institution stehen, was sehen Sie als Rolle der USA in der Welt an?

Sarah Palin: I see the United States as being a force for good in the world. And as Ronald Reagan used to talk about, America being the beacon of light and hope for those who are seeking democratic values and tolerance and freedom. I see our country being able to represent those things that can be looked to … as that leadership, that light needed across the world.
PALIN: Ich sehe die USA als eine Macht des Guten in der Welt. Und, wie Ronald Reagan zu sagen pflegte, Amerika ist der Leuchtturm des Lichtes und der Hoffnung für jene, die demokratische Werte und Toleranz und Freiheit suchen. Ich sehe unser Land fähig solche Dinge zu repräsentieren, die man ansehen kann … als diese Führung, dies Licht, das überall in der Welt gebraucht wird.

Couric: In preparing for this conversation, a lot of our viewers … and Internet users wanted to know why you did not get a passport until last year. And they wondered if that indicated a lack of interest and curiosity in the world.
COURIC: In Vorbereitung auf dieses Gespräch haben eine Menge Zuschauer … und Internetbenutzer gefragt warum Sie bis zum letzten Jahr keinen Reisepass hatten. Und sie fragten sich ob das auf einen Mangel an Interesse und Neugier an der Welt hinweist.

Palin: I’m not one of those who maybe came from a background of, you know, kids who perhaps graduate college and their parents give them a passport and give them a backpack and say go off and travel the world.
No, I’ve worked all my life. In fact, I usually had two jobs all my life until I had kids. I was not a part of, I guess, that culture. The way that I have understood the world is through education, through books, through mediums that have provided me a lot of perspective on the world.

PALIN: Ich bin keine von denen, die vielleicht aus einer Familie kommen, Sie wissen schon, Kinder die vielleicht ein Universitätsabschluss haben und ihre Eltern geben ihnen einen Reisepass und geben ihnen einen Rucksack und sagen “geh los und bereise die Welt”.
Nein, ich habe meinen ganzes Leben lang gearbeitet. Eigentlich hatte ich meistens zwei Jobs mein ganzes Leben lang, bis ich Kinder bekam. Ich war kein Teil von, ich denke, dieser Kultur. Ich habe die Welt durch Unterricht, durch Bücher, durch die Medien, die mir eine Menge von der Welt gezeigt haben, verstanden.

Couric: Gov. Palin, you’ve had a very busy week. And you’re meeting with many world leaders. You met with President Karzai of Afghanistan. I know the McCain campaign has called for a surge in Afghanistan. But that country is, as you know, dramatically different than Iraq. Why do you believe additional troops, U.S. troops, will solve the problem there?
COURIC: Gouverneur Palin, Sie hatten eine sehr arbeitsreiche Woche. Und Sie haben viele Staatsmänner getroffen. Sie trafen Präsident Karzai von Afghanistan. Ich weiss die McCain Wahlpropaganda verlangt eine Zunahme der Truppen in Afghanisten. Aber das Land ist, wie Sie wissen, grundlegend verschieden vom Irak. Warum denken Sie zusätzliche Truppen, US-amerikanische Truppen, werden das Problem dort lösen?

Palin: Because we can’t afford to lose in Afghanistan, as we cannot afford to lose in Iraq, either, these central fronts on the war on terror. And I asked President Karzai, “Is that what you are seeking, also? That strategy that has worked in Iraq that John McCain had pushed for, more troops? A counterinsurgency strategy?” And he said, “yes.” And he also showed great appreciation for what America and American troops are providing in his country.
PALIN: Weil wir uns nicht leisten können in Afghanistan zu verlieren, genauso wie wir uns nicht leisten können im Irak zu verlieren, in diesen zentralen Fronten des Krieges gegen den Terrorismus (Kommentar der Autorin: Ich weiss nicht ob die Demokraten genauso reden, aber die Republikaner sehen den Bürgerkrieg in Afghanistan als ihren Krieg an. Ich dachte, Afghanistan hätte eine autonome Regierung. Offensichtlich war das eine naive Idee von mir.) Und ich fragte Präsident Karzai: “ist es das was Sie ebenfalls wollen? Diese Strategie, die im Irak funktioniert hat, die John McCain durchgesetzt hat, mehr Truppen? Eine Strategie zur Bekämpfung von Aufständischen?” Und er sagte: “Ja.” Und er hat auch grosse Dankbarkeit gezeigt für das, was Amerika und amerikanische Truppen in seinem Land leisten.

Couric: The United States is deeply unpopular in Pakistan. Do you think the Pakistani government is protecting al Qaeda within its borders?
COURIC: Die USA ist äusserst unpopulär in Pakistan. Denken Sie die pakistanische Regierung beschützt al-Qaida in ihrem Land?

Palin: I don’t believe that new President Zardari has that mission at all. But no, the Pakistani people also, they want freedom. They want democratic values to be allowed in their country, also. They understand the dangers of terrorists having a stronghold in regions of their country, also. And I believe that they, too, want to rid not only their country, but the world, of violent Islamic terrorists.
PALIN:Ich glaube nicht, dass der neue Präsident Zardari so eine Mission hat. Aber nein, das pakistanische Volk will auch Freiheit. Sie wollen auch, dass demokratische Werte in ihrem Land erlaubt werden. Sie verstehen auch die Gefahren, die von Terroristen die ihre Festungen in den Gegenden ihres Landes haben ausgehen. Und ich glaube, dass sie auch nicht nur ihr eigenes Land, sondern die ganze Welt von gewalttätigen islamischen Terroristen befreien wollen (Kommentar der Autorin: Da Palin hier etwas nach Obama klingt, hat McCain ihre Aussagen später berichtigt und gesagt, dass die Republikaner die Pakistani nicht in ihrem Kampf gegen inländische Terroristen unterstützen wollen. Die Republikaner wollen ihren heiligen Krieg gegen den Terrorismus wohl nur in ölproduzierenden Ländern führen.).

Couric: You’ve cited Alaska’s proximity to Russia as part of your foreign policy experience. What did you mean by that?
COURIC: Sie führten Alaskas Nähe zu Russland als Teil ihrer Erfahrung mit Aussenpolitik an. Wie haben Sie das gemeint?

Sarah Palin: That Alaska has a very narrow maritime border between a foreign country, Russia, and, on our other side, the land-boundary that we have with Canada. It’s funny that a comment like that was kinda made to … I don’t know, you know … reporters.
PALIN: Dass Alaska sehr enge maritime Grenzen hat zwischen einem fremden Land, Russland und, auf unserer anderen Seite, die Landesgrenze die wir zu Kanada haben. Es ist lustig, dass so ein Kommentar, der irgendwie gemacht wurde zu … Ich weiss nicht, Sie wissen schon … Reporter(n).

Couric: Mocked?
COURIC: Verspottet?

Palin: Yeah, mocked, I guess that’s the word, yeah.
PALIN: Ja verspottet, ich denke das ist das Wort, ja (Kommentar der Autorin:naja, ob das das Wort ist, hängt davon ab was uns Frau Palin weiter oben sagen wollte).Couric: Well, explain to me why that enhances your foreign-policy credentials.
COURIC: Also, erklären Sie mir wieso das Ihre Aussenpolitische Kompetenz verbessert.Palin: Well, it certainly does, because our, our next-door neighbors are foreign countries, there in the state that I am the executive of. And there…
PALIN: Also, sicher tut es das, denn unsere, unsere nächsten Nachbarn sind fremde Länder, dort in dem Staat in dem ich die Staatsführung bin. Und dort… Kommentar der Autorin: Dann will ich jetzt Aussenministerin von Frankreich werden, immerhin komme ich sogar aus einem fremden Land.

Couric: Have you ever been involved in any negotiations, for example, with the Russians?
COURIC: Waren Sie jemals an Verhandlungen beteiligt, zum Beispiel mit den Russen?

Palin: We have trade missions back and forth, we do. It’s very important when you consider even national security issues with Russia. As Putin rears his head and comes into the air space of the United States of America, where do they go? It’s Alaska. It’s just right over the border. It is from Alaska that we send those out to make sure that an eye is being kept on this very powerful nation, Russia, because they are right there, they are right next to our state.
PALIN: Wir haben Handelsmissionen hin und zurück, haben wir. Es ist sehr wichtig wenn Sie sogar nationale Sicherheitsfragen mit Russland bedenken. Wenn Putin Probleme macht und in den Luftraum der USA eindringt, wo gehen sie dann hin? Es ist Alaska. Es ist gleich auf der anderen Seite der Grenze. Es ist von Alaska von wo aus wir jene senden, um sicherzugehen, dass die mächtige Nation Russland im Auge behalten wird, denn sie sind gleich dort, sie sind gleich neben unserem Staat.

Couric: When President Bush ran for office, he opposed nation-building. But he has spent, as you know, much of his presidency promoting democracy around the world. What lessons have you learned from Iraq? And how specifically will you try to spread democracy throughout the world?
COURIC: Als Präsident Bush kandidierte war er gegen Staatsbildung. Aber er hat, wie Sie wissen, viel Zeit seiner Präsidentschaft damit verbracht Demokratie in der Welt zu fördern. Welche Lehren haben Sie aus dem Krieg gegen den Irak gezogen? Und wie genau wollen Sie versuchen Demokratie in der Welt zu verbreiten?

Palin: Specifically, we will make every effort possible to help spread democracy for those who desire freedom, independence, tolerance, respect for equality. That is the whole goal here in fighting terrorism also. It’s not just to keep the people safe, but to be able to usher in democratic values and ideals around this, around the world.
PALIN: Spezifisch werden wir jede Anstrengung möglich machen die hilft Demokratie für jene, die Freiheit, Unabhängigkeit, Toleranz, Respekt für Gleichheit wollen. Das ist das ganze Ziel hier auch in der Bekämpfung des Terrorismus. Es geht nicht nur darum den Leuten die Sicherheit zu bewahren, sondern auch um die Möglichkeit Demokratische Werte und Ideale überall einzuleiten, überall in der Welt.

Couric: You met yesterday with former Secretary of State Henry Kissinger, who is for direct diplomacy with both Iran and Syria. Do you believe the U.S. should negotiate with leaders like President Assad and Ahmadinejad?
COURIC:Sie haben gestern den früheren Aussenminister Henry Kissinger getroffen, der für direkte Diplomatie mit Iran und Syrien eintritt. Glauben Sie die USA sollte mit Staatsoberhäuptern wie Präsident Assad und Ahmadinejad verhandeln?

Palin: I think, with Ahmadinejad, personally, he is not one to negotiate with. You can’t just sit down with him with no preconditions being met. Barack Obama is so off-base in his proclamation that he would meet with some of these leaders around our world who would seek to destroy America and that, and without preconditions being met. That’s beyond naïve. And it’s beyond bad judgment.
PALIN: Ich denke, mit Ahmadinejad, persönlich, er ist niemand zum Verhandeln. Sie können sich einfach mit ihm hinsetzen ohne dass Vorbedingungen erfüllt werden. Barack Obama liegt so falsch in seiner Ankündigung, dass er einige jener Staatsoberhäupter der Welt treffen würde, die versuchen Amerika zu zerstören und das, ohne Vorbedingungen zu erfüllen. das ist jenseits naiv. Und es ist jenseits von schlechtem Urteilsvermögen.

Couric: Are you saying Henry Kissinger …
COURIC: Wollen Sie sagen Henry Kissinger …

Palin: It’s dangerous.
PALIN: Es ist gefährlich.

Couric: … is naïve for supporting that?
… ist naiv weil er das unterstützt?

Palin: I’ve never heard Henry Kissinger say, “Yeah, I’ll meet with these leaders without preconditions being met.” Diplomacy is about doing a lot of background work first and shoring up allies and positions and figuring out what sanctions perhaps could be implemented if things weren’t gonna go right. That’s part of diplomacy.
PALIN: Ich habe Henry Kissinger nie sagen gehört: “Ja, ich werde diese Staatsoberhäupter treffen ohne dass Vorbedingungen erfüllt werden.” Diplomatie besteht zuerst aus einer Menge Hintergrundarbeit und dem Unterstützen von Verbündeten und Positionen und dem Herausfinden welche Massnahmen vielleicht getroffen werden könnten falls die Dinge nicht den rechten Gang gehen. Das ist Teil von Diplomatie.

Couric: You recently said three times that you would never, quote, “second guess” Israel if that country decided to attack Iran. Why not?
COURIC: Sie haben neulich drei mal gesagt, dass sie niemals, ich zitiere, “Kritik üben” werden wenn Israel den Iran angreifen wird. warum nicht?

Palin: We shouldn’t second guess Israel’s security efforts because we cannot ever afford to send a message that we would allow a second Holocaust, for one. Israel has got to have the opportunity and the ability to protect itself. They are our closest ally in the Mideast. We need them. They need us. And we shouldn’t second guess their efforts.
PALIN: Wir sollten nicht Kritik an den Massnahmen zu Israels Sicherheit üben, denn wir können es uns erstens nicht leisten, dass wir einen zweiten Holocaust (Massenvernichtung) erlauben. Israel muss die Möglichkeit und Fähigkeit haben sich selbst zu schützen. Sie sind unser nahester verbündeter im mittleren Osten. Wir brauchen sie. Sie brauchen uns. Und wir sollten ihre Massnahmen nicht kritisieren.

Couric: You don’t think the United States is within its rights to express its position to Israel? And if that means second-guessing or discussing an option?
Couric: Sie glauben nicht die USA hat das Recht ihre Position zu Israel auszudrücken? Selbst wenn das bedeuten würde Kritik zu üben oder eine Möglichkeit zu diskutieren?

Palin: No, abso … we need to express our rights and our concerns and …
PALIN: Nein, abso … wir müssen unsere Rechte und Sorgen ausdrücken und …

Couric: But you said never second guess them.
COURIC: Aber Sie sagten man solle sie niemals kritisieren.

Palin: We don’t have to second-guess what their efforts would be if they believe … that it is in their country and their allies, including us, all of our best interests to fight against a regime, especially Iran, who would seek to wipe them off the face of the earth. It is obvious to me who the good guys are in this one and who the bad guys are. The bad guys are the ones who say Israel is a stinking corpse and should be wiped off the face of the earth. That’s not a good guy who is saying that. Now, one who would seek to protect the good guys in this, the leaders of Israel and her friends, her allies, including the United States, in my world, those are the good guys.
PALIN: Wir müssen ihre Bemühungen nicht kritisieren wenn sie glauben… dass es für ihr Land und ihre Verbündeten, einschliesslich uns, in unserem Interesse ist gegen eine Regierung zu kämpfen, gerade den Iran, der versuchen würde sie vom Gesicht der Erde zu fegen. Es ist offensichtlich für mich wer die guten Jungs in dieser Sache sind und wer die bösen. Die bösen Jungs sind die, die sagen Israel ist eine stinkende Leiche und sollte vom Gesicht der Erde gefegt werden. So etwas sagt kein guter Junge. Nun, jemand der versucht die guten Jungs, die Staatsoberhäupter von Israel und ihre Freunde und ihre Verbündete, einschliesslich der USA zu beschützen, in meiner Welt, das sind die guten Jungs.

One thought on “Sarah Palin im Interview mit Katie Couric über Aussenpolitik

  1. Stewart Sarkozy - Banoczy

    In Amerikanisch oder in Deutsch, ein Idiot.

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