Tuatha Dé Danann, irische Mythen

Dieser Artikel stammt aus der deutschen Wikipedia Túatha Dé Danann 22:13, 14. Jan. 2009.

In der keltisch-/irischen Mythologie sind die Túatha Dé Danann ein Volk, das von der keltischen Göttin Danu abstammen soll. Die schriftlichen Aufzeichnungen über die Tuatha De Danann entstammen alle der christlichen Zeit. Im Leabhar breathnach annso sis, der irischen Version des Liber Britannicus von Nennius wird die Bezeichnung Tuatha De Danann mit Plebes Deorum, Volk Gottes, übersetzt. Meist wird es mit Volk der Göttin Danu übersetzt, aber durch die späte, christliche Aufzeichnung der alten Mythen ist es schwer die wirkliche damalige Übersetzung des Begriffes festzustellen, weshalb manche die Tuatha De Danann selbst für historische göttliche Wesenheiten halten.

Die Nippel von Danu

Die Nippel von Danu, zwei Hügel an der Grenze zwischen Cork und Kerry nahe Rathmore, von Gerard Lovett, CC by Lizenz

Das im 11. Jahrhundert verfasste Lebor Gabála Érenn, eine mittelirische Sammlung folkloristischer Texte, beschreibt die Entstehung dieses Volks und seine Invasion Irlands. Das Buch der Invasionen wurde unter anderem von Geoffrey Keating für seine Geschichte Irlands (Foras Feasa ar Éirinn) benutzt, damit wurden die Túatha Dé Danann und die anderen Völker, die angeblich nacheinander Irland besiedelt hatten, in die Geschichtsschreibung der Neuzeit übernommen.

Ursprung

Den Legenden nach waren die Túatha Dé Danann eine der Gruppen der Anhänger von Nemed, welche sich nach der letzten Schlacht zwischen Nemediern und Formoren in die vier Ecken der Welt verstreut hatten. Sie kamen aus dem Norden oder Griechenland, wo sie die Magie erlernt hatten.

Vier

Die Zahl vier scheint eine besondere Bedeutung für die Kelten gehabt zu haben, sie betrachteten die Welt als Quadrat. An den Seiten des Quadrates lagen die vier Städte der Tuatha Dé Danann: Falias im Norden, Gorias im Osten, Finias im Süden, und Murias im Westen (es gibt auch jüngere Legenden, die besagen, die Städte lägen in Tír na nÓg, der mythischen keltischen Anderswelt).

In jeder Stadt unterrichtete ein weiser Mann in Wissenschaften und verschiedenen Künsten: Morfessa in Falias, Esras in Gorias, Uscias in Finias, und Semias in Murias.

der Stein von Scone im Thron in der Westminster Abbey, Gravierung aus A History of England 1855, public domain

der Stein von Scone im Thron in der Westminster Abbey, Gravierung aus A History of England 1855, public domain


Sie besassen vier mächtige Artefakte:

  • den Stein von Falias (Lia Fáil), einen magischen Stein, der vor Freude aufschrie, wenn der wahre König von Irland seine Füße gegen ihn hielt. Dieser Stein soll bis in die Zeit Conchobhar Mac Nessas (eines legendären irischen Helden) funktioniert haben. Dem Stein wird außerdem nachgesagt, dass er die Oberherrschaft von jemandem schottischen Blutes (Milesiern) anerkennt. Er wurde später nach Schottland gebracht und lag dort als Stein von Scone in der dortigen Abtei, bis Edward I. ihn als Kriegsbeute nach England mitnahm.
  • das Schwert des Lugh Langhand aus Gorias
  • den Speer des Lugh Langhand aus Finias
  • den Kessel des Dagda aus Murias
  • Dagda war der oberste Gott der irischen Kelten und Lugh war ebenfalls ein Gott.

    Lughs Speer von H.R.Millar in Celtic Myth and Legend 1905, public domain

    Lughs Speer von H.R.Millar in Celtic Myth and Legend 1905, public domain

    Die Invasion Irlands

    Die Túatha Dé Danann landeten umhüllt von schwarzen Wolken in Sliabh-an-Iarainn im County Leitrim in der Provinz Connacht wo Magh Rein, ein mythischer Ort der keltischen Anderswelt gelegen haben soll; durch den Schutz ihrer magischen Wolken, die drei Tage lang die Sonne verdunkelten, wurden sie nicht von den Einheimischen Firbolg bemerkt. Als sie Irland erreicht hatten, verbrannten sie ihre Schiffe. Die Firbolg waren das dritte mythische Volk gewesen, das Irland erobert hatte.

    Am Berge angekommen verlangten sie von den Firbolg, sich entweder zu ergeben und sie als Herrscher anzuerkennen, oder gegen sie zu kämpfen. Die Firbolg ergaben sich nicht und kämpften gegen die Invasoren in einer Schlacht, die als die Schlacht vom südlichen Magh Turedh, auch erste Schlacht genannt, in die mythologische Geschichte einging. Die Tuatha de Danaan gewannen diesen Kampf und Tausende Firbolg fielen. Aber im Verlauf der Schlacht verlor Nuada, der König des Volkes, seinen rechten Arm, und musste daraufhin die Krone niederlegen.

    Die nächsten sieben Jahre führte Bress die Gruppe, während Dian Cecht und Credne für Nuada einen silbernen Arm herstellten, welchen er bis in die Fingerspitzen bewegen konnte. Mit dem neuen Arm herrschte Nuada wieder als König.

    CC by SA

    Maynooth (Maigh Nuad in Irisch) ist eine Stadt in County Kildare, Irland. Der alte Name von Maynooth bedeutet Felder des Nuada. Nuada ist der Grossvater mütterlicherseits des legendären irischen Helden Fionn mac Cumhail in den Annalen der vier Meister. Foto von William Murphy aus Dublin, Lizenz:CC by SA


    Die Schlacht vom nördlichen Magh Turedh, auch zweite oder große Schlacht genannt, führte die Túatha Dé Danann in den Kampf gegen die Fomori, welche von den Firbolg unterworfen worden waren und eine friedliche Kooexistenz mit ihnen geführt hatten. In dieser Schlacht starb Nuada endgültig durch die Hand Balars. Nach dem Tod des Königs erklärte sich Lugh zum Herrscher und brachte Balar, welcher sein Großvater war, mit Stein und Schleuder um. Lugh herrschte 40 Jahre lang. Die Tuatha De Danann insgesamt herrschten 197 Jahre lang.

    Der Fall

    Als die Kelten, damals Milesier genannt oder Kinder von Milesius, in ihren Schiffen nach Irland kamen, versuchten die Tuatha De Danann sie mit Magie zu vertreiben. Obwohl viele Milesier ertranken gingen sie dennoch an Land.

    Die drei Schwestern Fodla, Banba und Eri waren die Frauen der drei Söhne Kermads welche im jährlichen Turnus über ganz Irland herrschten, wobei Irland nach der Frau des jeweiligen Königs benannt wurde. Die Milesier marschierten nach Tara, dem alten Königssitz und forderten die Söhne Kemnads heraus. Alle Magie half den Tuatha De Danann nicht, die Milesier landeten unter großen Verlusten noch einmal.
    Drei Tage nach der zweiten Landung trafen die Milesier auf Eri und ihre Truppen bei den Slieve Mish Bergen (Sliab Mis). Eri wurde vernichtend geschlagen und floh. Die Milesier marschierten daraufhin nach Tailtiu einer Stadt im County Meath die heute Teltown heißt, benannt nach der keltischen Gottheit. Früher war Tailtu bekannt für seine Märkte. Dort trafen sich die Heere und die Tuatha De Danann wurden vernichtend geschlagen.

    Dagda auf dem Kessel von Gundestrup, Platte C, 5. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert v. Chr, public domain

    Dagda auf dem Kessel von Gundestrup, Platte C, 5. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert v. Chr, public domain


    Durch die Niederlage waren die Túatha Dé Danann gezwungen, sich unter der Führung von Dagda in den Untergrund der Sidhe-Hügel zurückziehen. Zuerst wurden nur die Hügel Sidhe genannt, später wurden auch die Tuatha De Danann “Aes Sídhe” genannt, Leute aus den Hügeln.
    Andere Legenden berichten, dass sie nach Tír na nÓg, dem Land der ewigen Jugend gingen. Das oft als eine Insel westlich von Irland beschrieben wird.

    Meine Quellen waren:

  • Tuatha Dé Danann auf Timeless Myths
  • ON THE ANCIENT RACES OF IRELAND (9)
  • Tom Peete Cross, Clark Harris Slover: Ancient Irish Tales. Barnes & Noble, Dublin 1969, S. 3-27.
  • Bernadette Cunningham: Foras Feasa ar Eirinn and the Historical Origins of Irish Catholic Identity. In: New Hibernia Review. 5, Nr. 4, Dublin 2001, ISSN 1092-3977
  • The Irish version of the Historia Britonum of Nennius (Author: [unknown])
  • Tuatha Dé Danann in Jones’ keltischer Enzyklopädie
  • Geoffrey Keating: The History of Ireland. (Originaltitel: Foras Feasa ar Éirinn, übersetzt von John O’Mahony) Jahr=1866 in Google Books.
  • Franz Carl Endres und Annemarie Schimmel: Das Mysterium der Zahl. Eugen Diederichs Verlag, Köln 1984, ISBN 3-424-00792-7, S. 104.
  • William Sharp: Poems and Dramas. Duffield & Co., 1910, S. 233-238 in Google Books.
  • Carrigallen 4-15BC
  • Lebor Gabála Érenn: The Book of Invasions
  • Gearóid Mac Niocaill und William M. Hennessy: INCIPIT CRONICUM SCOTORUM, i.e. THE CHRONICLE OF THE SCOTI IS BEGUN HERE..
  • L. MacDonald: The People of the Mounds. DALRIADA MAGAZINE, 1993.
  • Der Text dieses Artikels ist lizenziert unter Gnu free Documentation Licence.

    update: heute stellte ich fest, dass die WP Deutschland noch viel mehr verlangt, deshalb: scheiss versionsgeschichte: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=T%C3%BAatha_D%C3%A9_Danann&action=history. Autoren sind: Tobias Wolter, BWBot, ein Bot,
    eolthedarkelf (oh man was für ein Name), Southpark (hurra!), Johannes Bretscher, Chrisfrenzel, 85.74.11.141, FlaBot, 217.229.244.249, 82.83.48.92, Paulak, 84.177.206.212, 66.123.201.49, RobotE, RobotQuistnix, 217.9.49.2, Netzrack.N, Tsca.bot, Obersachse, 149.205.5.24, Reinhard_Kraasch, 213.54.57.124, 217.110.19.138, Beleggrodion, 84.174.212.223, 84.185.243.35, 195.93.60.132, Wicket, 84.169.110.76, 212.23.224.72, Shikeishu, Gohnarch, W.alter, 84.150.101.21, Amurtiger, 84.164.46.223, 84.178.119.35, 91.19.208.17, Dr._Günter_Bechly, Baumeister, Yak, Dinah, Claus_Ableiter, 94.79.174.71, JAnDbot, Århus und ich. Dieser Sermon ist notwendig, weniger Spam ist illegal, bescheuert? yup.

    Leave a Reply

    Fill in your details below or click an icon to log in:

    WordPress.com Logo

    You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

    Twitter picture

    You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

    Facebook photo

    You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

    Google+ photo

    You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

    Connecting to %s