Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich von Holocaust-Leugner

Dieser Artikel ist von Ende Januar, es gibt seitdem einige Entwicklungen, die findet man hier.

Papst Benedikt XVI während eines Besuchs in São Paulo, Brasilien. Von Fabio Pozzebom, Lizenz Creative Commons Attribution 2.5 Brazil

Papst Benedikt XVI während eines Besuchs in São Paulo, Brasilien. Von Fabio Pozzebom, Lizenz Creative Commons Attribution 2.5 Brazil


Die Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich laut AFP von Richard Williamson, einem Holocaust Leugner. Am Samstag hatte Papst Benedikt XVI. Richard Williamson trotz jüdischer Proteste rehabilitiert.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Williamson wegen Volksverhetzung. Er hatte in einem Interview mit dem staatlichen schwedischen Fernsehen, das am Mittwoch ausgestrahlt worden ist, die Existenz von Gaskammern während des Zweiten Weltkriegs bestritten. Zudem behauptete er, in den deutschen Konzentrationslagern seien nicht sechs Millionen Juden getötet worden, sondern bis zu 300.000. Das Interview wurde in Zaitzkofen bei Regensburg aufgenommen, weshalb die dortige Staatsanwaltschaft zuständig ist. Williamson hatte die Aussagen bei einem Besuch des dortigen Priesterseminars der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. gemacht.

Angeblich habe er das nur gemacht um Frieden zu stiften. Wers glaubt wird ja vielleicht selig.😉

Nochmal die Reihenfolge: erst sagt Williamson im schwedischen Fernsehen, es habe keine Gaskammern gegeben, dann wird er vom Papst rehabilitiert. Der Papst hat gewusst was Williamson gesagt hatte, denn die Rabbiner in Italien haben sich ja darüber beschwert. Wie ein derartiges Handeln Frieden stiften soll ist mir vollkommen unklar.

Da sag ich doch mit Papst Pius XI. in “Mit brennender Sorge” (1937):
“Der Anschauungsunterricht der vergangenen Jahre klärt die Verantwortlichkeiten. Er enthüllt Machenschaften, die von Anfang an kein anderes Ziel kannten als den Vernichtungskampf. In die Furchen, in die Wir den Samen aufrichtigen Friedens zu pflanzen bemüht waren, streuten andere – wie der „inimicus homo“ (Feind des Menschen) der Heiligen Schrift – die Unkrautkeime des Mißtrauens, des Unfriedens, des Hasses, der Verunglimpfung, der heimlichen und offenen, aus tausend Quellen gespeisten und mit allen Mitteln arbeitenden grundsätzlichen Feindschaft gegen Christus und Seine Kirche. Ihnen, und nur ihnen, sowie ihren stillen und lauten Schildhaltern fällt die Verantwortung dafür zu, daß statt des Regenbogens des Friedens am Horizont Deutschlands die Wetterwolke zersetzender Religionskämpfe sichtbar ist.”

Vielleicht gefällt es Benedikt XVI. nicht, dass der Gott der Juden auch der Gott der Katholiken ist?

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