Was heisst Fronleichnam?

Mittelhochdeutsch “vrôn” ist ein Adjektiv und bedeutet göttlich (vom Heiland), “lîcham” is ein männliches Substantiv und bedeutet Leib, Körper, Leichnam. Fronleichnam heisst also:göttlicher Leib oder Körper des Heilands und ist damit die genaue Übersetzung des lateinischen: “Corpus Christi” und so heisst Fronleichnam dann auch in englisch.

Seit wann gibt es Fronleichnam?

Am 11. August 1264 wurde Fronleichnam durch Papst Urban IV. (1261 – 1264), als „Fest des Leibes Christi” (lat. festum corporis Christi, festum corpus domini) zum allgemeinen kirchlichen Fest erhoben.

Und warum wird gefeiert, dass Christus einen Körper hatte?

Es ist ein katholisches Fest, gefeiert wird nicht, dass Christus einen Körper hatte. Ohne die Transsubstantiation wäre Fronleichnam nicht möglich. Transsubstantiation ist die Verwandlung einer Hostie (Brotersatz) in das Fleisch Christi und die Verwandlung von Wein in sein Blut. Das ist nicht etwa symbolisch gemeint. Im Konzil von Trient 1545-1563 wurde das Dogma beschlossen, dass sich besagte Lebensmittel in Christi Fleisch und Blut verwandeln. Es wurde schon vorher so gehandhabt, aber nach jenem Konzil war es amtlich. “In Gestalt der geweihten Hostie wird Christus selbst durch Stadt, Flur und Wald geführt.”

Da tragen sie Christus in einer Monstranz umher, Juni 1928, Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany License (CC-BY-SA), Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 102-06043

Da tragen sie Christus in einer Monstranz umher, Juni 1928, Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Germany License (CC-BY-SA), Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 102-06043

Martin Luther hielt nichts von Fronleichnam und ehrlich gesagt ist die Transsubstantiation meiner Meinung nach auch etwas eklig.

Wann ist Fronleichnam?

Fronleichnam ist immer 60 Tage nach Ostersonntag. Ostern ist immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Quellen:

Matthias Lexers Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, S. Hirzel Verlag Stuttgart, Leipzig, S.126+485, 1974, 34. Auflage, ISBN= 3777602698

Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti, Köln

Weltzeituhr, Kirchliche Feiertage

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