Brétigny und Aclou in Eure

Gestern unternahm ich eine kleine Tour in den Osten des Kantons Brionne.

Brétigny

Brétigny hatte 2006 175 Einwohner, das ist nicht besonders viel. Als ich gestern ins Dorf fuhr wurde ich jedoch von lauter Rockmusik empfangen. Da tobt der Bär ganz ungeniert.

Die alte und neue Mairie von Brétigny stehen in der Nähe der Kirche, da musste ich nicht viel herumlaufen. In dem Zusammenhang begann ich mich zu fragen ob diese ganzen Käffer ihre Bürgermeisterei 1793 gebaut haben, als sie im Zuge der Frz. Revolution ihr Stadtrecht bekamen. Die alte Bürgermeisterei sieht gut aus, das Foto ist aber nichts geworden. Die neue Bürgermeisterei sieht aus wie ein Kindergarten (architektonisch), deshalb habe ich auf einen Foto verzichtet.

Die Kirche Saint-Cyr-Sainte-Juliette wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Die Kirche wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut, aus dieser Zeit stammt auch der Glockenturm. Man sieht das auch sehr schön auf dem Foto.

Église Saint-Cyr-Sainte-Juliette, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Patchwork-Église Saint-Cyr-Sainte-Juliette, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

die gleiche Kirche von der andern Seite (Ecke) aus, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

die gleiche Kirche von der andern Seite (Ecke) aus, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Während des Zweiten Weltkriegs (1944) wurde Brétigny bombardiert und große Teile des Schlosses aus dem 17. Jahrhundert zerstört, von dem nur ein großer Pavillon erhalten blieb. Es ist sauschwer diesen Pavillon zu finden, er ist im Privatbesitz und gut eingezäunt. Er liegt allerdings an der “rue du château”.

Rest des Schlosses, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Rest des Schlosses, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Aclou

Von da aus ging es nach Aclou, ein Kaff mit 234 Einwohnern in 2006. Auf dem Weg gab es Fritten von einer Frittenbude, die digital gesalzen waren, nämlich 0. War aber lustig wie der Frittenbudenbesitzer uns erklärte, dass wir uns hinsetzen sollten. ja klar, Deutsche sind total blöd… -.-
In Aclou waren die Sehenswürdigkeiten mit Schildern versehen, was ich ungewöhnlich für diese Gegend und gut fand. Trotzdem hatte ich einige Probleme die Grange dîmeresse de la Haule zu finden, eine Zehntscheune aus dem 15. Jahrhundert. Zehntscheunen dienten dazu den Zehnt zu sammeln, eine Art Steuer im Mittelalter. Der Grund warum ich Schwierigkeiten hatte sie zu finden ist… das Schild war vor einem sehr schönen Haus angebracht, das auch sehr alt sein muss. Das Haus ist aber natürlich keine Scheune. Die Scheune selbst erwies sich als ziemlich verfallen. Dazu muss man vielleicht erwähnen, dass der Denkmalschutz in Frankreich total bürokratisch ist, vielleicht ist ja schon eine Restaurierung beantragt und in ein paar Jahren wird sie passieren, vielleicht gibt es in der Gegend aber auch keinen anerkannten Architekten oder der Besitzer kann sie die Restaurierung einfach nicht leisten. Deshalb wird die Scheune auf Tourismus-Seiten auch nur mit ganz kleinen Bildern gezeigt.

Da steht das Schild davor, ist hübsch und alt, aber keine Scheune, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Da steht das Schild davor, ist hübsch und alt, aber keine Scheune, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

und das ist die Scheune, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

und das ist die Scheune, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

An der Kirche Saint-Rémi aus dem 12. Jahrhundert gabs auch noch ein Pony und ein Pferd, die ich füttern musste, ich kann einfach nicht anders. Wie man sehen kann ist der Glockenturm (mal wieder) später gebaut als der Rest. Die Kirche war leider zu, wie fast immer in der Gegend, also fuhr ich zur Mairie (Bürgermeisterei).

Église Saint-Rémi, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Église Saint-Rémi, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Wie in Brétigny gibt es in Aclou eine neue und eine alte Bürgermeisterei. Die neue sieht aber auch ganz okay aus. Die alte Bürgermeisterei war früher gleich an der Dorfschule.

alte Mairie und Dorfschule in Aclou, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

alte Mairie und Dorfschule in Aclou, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

neue Mairie von Aclou, eigenes Bild, Lizenz:public domain/gemeinfrei

neue Mairie von Aclou, eigenes Bild, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Franqueville

Von da aus fuhr ich nach Franqueville, ein Kaff, das 1999 256 Einwohner hatte. Vor der Kirche, die im 16. Jahrhundert stark umgebaut wurde, stand (wie so oft in dieser Gegend) eine riesige Eibe. Ich frage mich ob die Eiben nicht alle gleich beim Bau der Kirche gepflanzt wurden, etwa um den Kirchenbesuch mit ein paar keltischen Bräuchen schmackhafter zu machen. Das Foto von der Eibe ist aber nichts geworden.

die Église Notre-Dame in Franqueville, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

die Église Notre-Dame in Franqueville, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Hecmanville

Von da aus fuhr ich noch nach Hecmanville, ein Kaff mit 104 Einwohnern 1999. Fünf von denen hatten sich um den winzigen Dorfteich versammelt, zum Knutschen und Angeln. Kirche und Friedhof waren auf Befehl der Bürgermeisterin abgesperrt worden, weil Gefahr besteht, dass einem etwas Kirchendach auf den Kopf fällt. Die Kirche Saint-Juste stammt (wie so oft in dieser Gegend) aus dem 12. Jahrhundert.

Église Saint-Just, im Hintergrund sieht man die Seite der alten mairie, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

Église Saint-Just, im Hintergrund sieht man die Seite der alten mairie, eigenes Foto, Lizenz: public domain/gemeinfrei

Es gibt in Hecmanville ebenfalls eine neue und eine alte Mairie. Die neue Mairie sieht aus wie die Kreuzung eines Kindergartens mit einem Kiosk zum reingehen. Vor der alten Mairie steht das Monument aux Morts (Kriegerdenkmal).

alte Mairie und Kriegerdenkmal in Hecmanville, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei

alte Mairie und Kriegerdenkmal in Hecmanville, eigenes Foto, Lizenz:public domain/gemeinfrei


CC0


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Brétigny und Aclou in Eure.

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