Goldener Herbst in der Normandie

Wir haben nun schon seit über einer Woche Superwetter, allerdings mit einigen Unterbrechungen und teilweise sehr frühem dichten Nebel, was nicht gerade gut ist für Autofahrer. Der Nebel liegt dann schon um 5 Uhr nachmittags wie ein Tuch in den Tälern. Es ist immer noch Jagdzeit. Weshalb man besser Neonfarben trägt, besonders wenn man in einen Wald gehen möchte. Der Nebel vertreibt zwar die Jäger, aber die Hobbyfotografen auch. Trotz der Sonne ist es sehr feucht. Die Wäsche trocknet draussen nicht.

Unser Häuschen hinter Bäumen. Eigenes Foto, Lizenz: Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz/ CC by SA

Schafe liegen im Park herum, eigenes Foto, Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz/ CC by

Bach ist wachsm, eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Phex ist auch wachsam, eigenes Foto, Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz/ CC by

dog, hund, belgian shpherd, belgischer schäferhund

oder doch nicht so wachsam, eigenes Foto, Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz/ CC by

Im glücklicherweise nicht renovierten Südturm gibt es interessante Graffiti aus vergangenen Jahrhunderten. Der Turm stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert.

1666, absolut die älteste eingeritzte Jahreszahl, die ich bisher auf dem Grundstück finden konnte. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeindfrei

eingeritzte Kapelle oder Kirche? Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Zwei Kapellen oder Kirchen, das Blatt hängt da an irgendwelchen Spinnenweben. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Villeret (Berthouville)

Am Sonntag habe ich auf der Rückfahrt von Plasnes Fotos an der Stelle gemacht, an der der Tempel von Canetonum gestanden hat. Wo genau die Stelle ist hab ich anhand dieser Zeichnung von Léon Coutil im Vergleich mit einem Bild des Katatasters auf Géoportail ermittelt. Coutil ist erst 1943 gestorben, seine Zeichnungen sind noch nicht in der public domain (gemeinfrei). Jedesmal wenn ich da mit dem Auto parken muss, parke ich auf dem Grundstück der Spedition, woraufhin ganz Villeret zusammenkommt, um mich zu fragen, was ich da mache. Diesmal sah ich die Villeretianer zuerst von Weitem, als ich schon Fotos machte. Und ich muss sagen, die dunklen Gestalten in der Ferne waren irgendwie gruselig. Ich bin dann schnell zum Auto zurückgehoppelt. Ach ja, ich hatte Rudi dabei (Glen von Imaal-Terrier), der hâtte mich im Notfall beschützt.

Tempelplatz nach Westen in den Sonnenuntergang, nur der Tempel selbst fehlt. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Die rue du Trésor nach Norden, zu den Häusern von Villeret hin. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Nach Osten auf Berthouville im Nebel, hier stand das Theater. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Nach Norden in Richtung Route départementale D 613 (vormals route nationale), auch die liegt im Nebel. Egenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Bernay

Dann noch ein paar Fotos aus Bernay:

Kreuzung in der westlichen Innenstadt, Blick auf die rue de la Défense, nach rechts biegt die rue Maurice Lemoing ab. Eigenes Foto, Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz/ CC by

An dieser Kreuzung ist eine Mauer, an der sich diverse Schilder zur Erinnerung an die Befreiung im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) befinden. Ich gehe davon aus, dass die Schilder aufgrund ihrer Einfachheit keine Schöpfungshöhe besitzen. Darüber kann man wahrscheinlich streiten, deshalb lad ichs auch nicht auf Wikimedia Commons hoch. Am 24. August 1944 wurde Bernay durch die 4. kanadische Panzerdivision befreit.

Erinnerungsschilder am 'Erinnerungsweg', eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Die Primarschule Jules Ferry wird 2012 geschlossen und abgerissen. Eigenes Foto, Lizenz: public domain/ gemeinfrei

Gleich neben der Schule steht das Theater Edit Piaf, eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported/ CC by

Das Theater Edith Piaf in Bernay wurde 1872 erbaut. Bis 1889 als Schule, Turnhalle, Kaserne und Lagerhalle genutzt, dann als Theater und ab 1923 auch als Kino. 1963 wurde es zur Erinnerung an Edit Piaf umbenannt, da sie in ihrer Kindheit einige Jahre in Bernay verbracht hatte. Seit 1988 befindet sich das Gebäude im Besitz der Stadt Bernay und wird für kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Kabarett, Operettenaufführungen usw. genutzt. Der Innenraum ist sehr schön. Es soll ebenfalls abgerissen werden, was wirklich unglaublich schade wäre und auch dumm, denn es passt sehr gut zu den anderen historischen Gebäuden am Boulevard Dubus, zum Beispiel dem Bahnhof und dem Hôtel de la Gabelle.

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