Aufwachen

Ich wache auf, 6:45Uhr. Das Licht habe ich glücklicherweise angelassen. Draussen ist es dunkel. Die Hunde wachen auf und gucken mich an. Die Katze turnt auf dem Wäscheständer herum. Ich sehe auf die gelbe geblümte Wandbespannung, schweissgebadet, dabei habe ich glücklicherweise etwas harmloses geträumt. “Wie kann der uns das nur antun”, denke ich. Ich versteh es nicht. Bach, der Berner Sennnenhund, drängelt sich an mich und knuddelt. “Wie kann der sich selbst das nur antun”, ist mein nächster Gedanke. Dann stehe ich auf. Draussen plätschert der Regen.

Foto von Wikimedia Commons Benutzer: Vassil, Lizenz: CC by/ Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Dass er mich verlassen hat, ist so komplett unwirklich. Ich glaube, ich stehe unter Schock. Mir ist kalt. Morgens ist mir sonst nie kalt. Ich hab versucht wieder ins warme Bett zu schlüpfen, sinnlos, wenn einmal die Gedankenmaschinerie gestartet ist.

Gestern standen wir noch zusammen am Stall, es regnete, der Himmel war wunderschön. “Es sieht hier immer schön aus”, sagte er und ja, es sieht hier immer schön aus. Abends hagelte es und der Hagel lag in weissen Kugeln auf den Wiesen. Die Hunde verstehen das auch alles nicht. Wir lieben uns doch. Dann verwandelt sich das Jetzt in ein Gestern.

Der Himmel wird langsam grau. Es graut.

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