Die Basilika Notre-Dame de la Couture in Bernay

Die Kirche Notre-Dame de la Couture im Süden der Stadt Bernay wurde von 1340 bis etwa 1400 erbaut und im 16. Jahrhundert vergrößert. Sie wurde auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes errichtet, die Krypta stammt eventuell aus dem 11. Jahrhundert. Der Kirchturm wurde nach 1615 erneuert. Die Mauern bestehen aus verschiedenen Steinarten, Sandstein, Kalkstein, Feuerstein und Puddinggestein (Kieselsteine in Sand- oder Kalkstein). Einige Flächen sind durch schachbrettartige Anordnung von Feuersteinen und anderem Gestein dekoriert. Der Stil ist teilweise gotisch, teilweise Renaissance. Den Titel Basilika erhielt die Kirche 1950 vom damals zukünftigen Papst Johannes XXIII. (1881-1963). 1906 wurde das Gebäude als Monument historique (historisches Denkmal) eingestuft und somit denkmalgeschützt. Die Kirche ist “Unserer Lieben Frau” geweiht, der Namensbestandteil “Couture” soll von “Culture” im Sinne von Pflanzenkultur/Anbau stammen. Die Kirche soll auf Äckern gebaut worden sein. Sie steht hoch über der Stadt.

Blick auf Bernay vom Hügel aus, an dem die Kirche Notre-Dame de la Couture steht. Links sieht man die Ecke mit den Soldatengräbern. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by/SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Westfassade. Es wird heute allerdings ein Eingang auf der Nordseite benutzt. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Eine der Türen an der Nordseite. Sie ist restaurationsbedürftig und abgesperrt. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Diese Tür sieht zwar ebenfalls abgesperrt aus, dient aber momentan als Haupteingang. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Kirche hat hübsche Wasserspeier. Ich mag Wasserspeier. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Oben am Kirchturm sind Scharwachttürme angebracht. Ich mag mir aber gar nicht vorstellen, wie gruselig es sein muss, da oben Wache zu schieben. Vielleicht sind die Scharwachttürme nur dekorativ gemeint?

Der obere Teil der Westfassade. Es wird einem leicht schwindelig. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Querschiff, Südseite. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Eigentlicher Haupteingang an der Westseite. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Und weils so schön ist nochmal aus der Nähe. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Eine der Glocken stammt aus dem Jahr 1658. Sie wurde von François de Feydeau (dem damaligen Abt des Klosters Notre-Dame de Bernay), Lovisse Marie Demion Davvet, P. Lecerciller, Pierre Aubepy, Robert Roche und Jacques Gosse gespendet. Die Glocke ist denkmalgeschützt.

Notre-Dame de la Couture hat 22 wunderhübsche Kirchenfenster, die allesamt denkmalgeschützt sind. Sie stammen aus dem 15., 16., 17. und 19. Jahrhundert. Ich hab natürlich nicht die Mittel vernünftige Fotos davon zu machen. Zumal die Fenster aus dem 15. Jahrhundert sich besonders hoch im Mittelteil des Kirchenschiffs befinden. Ich habs am Tag des offenen Denkmals am 15. September 2012 versucht, das wurde alles nichts.

Anlässlich der Tage des offenen Denkmals gab es eine Ausstellung mit liturgischen Kleidungsstücken aus dem 19. Jahrhundert es fanden aber außerdem zwei Taufen in der Kirche statt, weshalb ich mir schon sehr touristisch vorkam und mich beeilte. Ich sprach auch kurz mit dem Pfarrer. Es ist mir immer ein bisschen peinlich deutsch zu sein, immerhin haben wir uns hier in diversen Kriegen nicht gerade beliebt gemacht.

Eingang zur Krypta. Sieht das nicht sagenhaft mysteriös aus? Und total dunkel. Das Innere der Krypta wurde von einer lokalen Künstlerin mit Pastellmalerei dekoriert. Deshalb darf man Fotos davon nicht öffentlich zeigen (Frankreich hat keine Panoramafreiheit, die Künstlerin ist überhaupt noch nicht tot). Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Kaseln aus dem 19. Jahrhundert vor dem Hauptaltar. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Pluviales aus dem 19. Jahrhundert vor dem Hauptaltar. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Kirchenschiff. Der Pfarrer bringt gerade die Taufleutchen herein. Ich hab die Gesichter etwas verwischt. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Altar. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Himmelfahrt, Fenster aus dem 16. Jahrhundert. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by/ Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Der Einzug Jesu in Jerusalem, Kirchenfenster aus dem 16. Jahrhundert. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons. Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Kanzel. Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Statue des Heiligen Fiacrius (Fiacre). Eigenes Foto auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Skulptur der Genoveva von Paris, das daneben ist wahrscheinlich Joseph (das entnehme ich den Lilien). Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Weiterführende Informationen

Basilique Notre Dame de la Couture (französisch)

Bernay in der Base Mérimée des Ministère de la Culture (französisch)

Bernay in der Base Palissy des Ministère de la Culture (französisch)

Creative Commons Lizenzvertrag
Die Basilika Notre-Dame de la Couture in Bernay von stanzebla steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

One thought on “Die Basilika Notre-Dame de la Couture in Bernay

  1. […] sah diese doch sehr schmucken und farbenfrohen Teller auf einer Ausstellung in der Bücherei von Bernay und fand es verblüffend, wieviel vom damaligen Tagesgeschehen auf den Tellern abgebildet ist. […]

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