Schur 2013

English version: here.

Anfang Juni waren die Schafe schrecklich wollig und überall in der Gegend wurden sie geschoren. Nur bei uns zuerst nicht, denn am Vorabend der Schur ging die Schermaschine kaputt. Unser Schäfer, Herr. B., musste erst eine neue Maschine kaufen, für stolze 1500€. Als er sie zum ersten Mal ausprobierte, dauerte die Schur ewig. Wir waren danach dran. Auch bei uns dauerte es länger als letztes Jahr.

Berta beklagte sich vor der Schur bitterlich über die Hitze. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Für den Timer posieren und versuchen, in 10 Sekunden entspannt auszusehen. Seh ich nicht auch schrecklich fleißig aus? Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: alle Rechte vorbehalten.

Die Scheune hat Augen. Mein Lieblingsfoto. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Als die Schermaschine kaputt ging, beschloss ich Stirnlöckchen vom Wollgewicht zu erlösen. Sie konnte kaum noch aufstehen. Also hab ich sie mit der normalen Schäferschere geschoren. Sie war ja schon für letzten Winter totgesagt, ist aber wohl ein Highlander-Schaf.

Stirnlöckchen ist geschoren davongekommen. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Rudi fand das lustig. Stirnlöckchen muss erstmal Pippi machen. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Lies meine Zukunft aus den Blasen. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Herr B., eine Schafdame und die neue Schermaschine. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Where's the head?

Die Schafe (außer Stirnlöckchen) waren alle fett und gesund und wurden sehr dafür gelobt. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Knuddeln mit einem geschorenen Brad. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

the sheep's new clothes

Brad und seine Freundin Agathe. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

On charges of wool theft

Sieht aus, als würde sie sich beschweren. Richtigen Sommer gibts dieses Jahr ja nicht. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Finally we can sleep in our own beds.

Nach der Schur durften dann auch alle in ihren normalen “Betten” schlafen. Am nächsten Tag gings aber wieder in den Park. Laut Chefin reichen 15 Schafe, die andauernd im Park sind, um alles Gras niedrig zu halten. Das ist natürlich Kappes. Aber ich wollte es zumindest ausprobieren. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Dann wurden alle nicht verkauft. Wir sind noch da. Und da allein die Vorstellung, das alle geschlachtet werden, sehr fürchterlich für mich war, ich bin halt kein vernünftiger Bauer, werd ich sie nächstesmal doch einzeln verkaufen, damit wenigstens der eine oder andere irgendwo weiterwohnen kann.

Als kleinen Bonus (auch für Flori, der unbedingt Sex sehen will😉 ) noch ein Foto, das erklärt, wieso die Schafe Bach mögen, obwohl er, als er noch jung war, ein Schaf in den Po gebissen hat. Er sagte damals, er wollte es nur festhalten. Und wir hielten die Sache geheim, denn sonst wäre Bach nicht mehr hier.

This dog is a well trained sheep cleaner.

Nein, das hat nichts mit Sex zu tun, zumindest nicht, was Bach angeht. Er mag gern Schafkacke. Das Schaf, Berta, sieht allerdings schon recht verträumt aus. Eigenes Foto, Lizenz: CC0/ Creative commons public domain dedication/ gemeinfrei

4 thoughts on “Schur 2013

  1. So viele schöne Schafsfotos, man kann sie förmlich riechen.
    Das erinnert mich an ein Foto, das ich letztens in der Zeitung gesehen habe: da hat ein Schäfer seine ganze Herde mit in die Stadt genommen, um gegen irgendwas zu protestieren. Das ist jetzt wie bei der Werbung, wo ich auch schon mal was gut gelungen finde, aber gar nicht mehr weiß, für welches Produkt geworben wurde.
    Übrigens haben einige der Firmbewerberinnen mich in Verlegenheit gebracht, denn sie wollten was mit Tieren machen. Musste ich doch erst mal googlen, denn Tiere und Kirche ist nicht so ein angesagtes Thema, sag ich jetzt mal. Und was finde ich da? http://www.theologische-zoologie.de/ *staun*

    • Immerhin. Vielleicht holt man jetzt, da ihr einen Papst habt, der Franziskus heißt, den alten Franziskus von Assisi mal wieder hervor. Das Christentum ist ansonsten nicht für seine Tierliebe bekannt.

  2. ja, ne, ist es nicht, warum auch. Wir sind gnadenlos anthropozentrisch. Aber wir sind zum Glück Viele und darum haben wir auch viele Ideen. Noch gibt es Hoffnung – für Mensch und Tier.

  3. […] Version: Schur 2013. Before the shearing the sheep already complained about the heat and about the weight of the wool. […]

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