Dann liegen sie unter den Sternen

Erste Strichspuren

Wenn hier Tiere sterben, lasse ich sie entweder von einem Tierverwertungsservice abholen, oder ich begrabe sie auf dem Grundstück. Das ist bis zu einem Gewicht von 40 Kilogramm erlaubt. Der nächste Tierfriedhof ist wohl in Évreux. Das wäre auch zu weit weg. Dann liegen sie unter den Sternen.

Mein erstes Strichspurfoto.

Tag des offenen Denkmals 2013, zweiter Teil: Chamblac und Giverville

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In Chamblac war das Schloss von Jean de la Varende leider zu. Aber dafür war die Kirche offen. Ein Mitglied des Gemeinderates führte uns herum und ließ uns nicht nur in den Glockenturm steigen, ich durfte sogar die Glocken läuten. In Chamblac haben sie nämlich kein elektrisches Geläut. Man oder Frau muss sich in die Seile hängen und ziehen, was das Zeug hält.

Alain und Jeannine marschieren in die Kirche Notre-Dame von Chamblac. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Da hängen die Seile. Eigenes Foto, Lizenz: CC by Creative Commons Attribution Unported

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Tag des offenen Denkmals 2013, erster Teil: Château du Blanc-Buisson

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Hier heißt der Tag des offenen Denkmals „Journée de patrimoine“. Eigentlich „Journées“, Mehrzahl, denn der Samstag gehört dazu. Dieses Jahr unternahm ich am Sonntag etwas mit Alain und einer Freundin von ihm, Jeannine, aus einem Nachbardorf. Ich hätte mich wahrscheinlich auch meinen neuen Nachbarn anschließen können. Ich musste mich jedenfalls irgendwem anschließen, denn ich habe immer noch kein Auto und habs auch irgendwie aufgegeben. Ich habe jetzt ein Fahrrad. Das Tagesprogramm, das wir zu dritt absolvierten, hätte ich aber mit dem Fahrrad nicht absolvieren können, zumindest nicht in der kurzen Zeit.

Erstmal fuhren wir nach Saint-Pierre-du-Mesnil zur Burg Blanc-Buisson.

Alain und Jeannine habe ich gefragt ob ich Fotos von ihnen hochladen darf, ja ich darf. Da ich mich hier in Fotografenpose warf, machten die beiden sich bereit und Jeannine hastete zum Mäuerchen. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Alain und Jeannine habe ich gefragt ob ich Fotos von ihnen hochladen darf, ja ich darf. Da ich mich hier in Fotografenpose warf, machten die beiden sich bereit und Jeannine hastete zum Mäuerchen. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Alain und Jeannine, die sich brav in Positur gesetzt hat, und irgendwelche Leute vor dem Château du Blanc-Buisson. Eigenes Foto, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Burg Blanc-Buisson wurde um 1290 in der Regierungszeit von Philipp dem Schönen erbaut. Die Burg ist ein seltenes Zeugnis der zugleich zivilen wie auch militärischen Architektur des Spätmittelalters im Pays d’Ouche. Über die Burg lässt sich außerdem sagen, dass sie anno 1355 angegriffen und dabei fast zerstört wurde. Ab 1470 war aber wieder Leben in der Bude. In den folgenden sieben Jahrhunderten wechselte das Gebäude dreimal die Besitzer, wurde aber nur einmal verkauft und ansonsten durch Hochzeit weitergegeben. Die Burg wurde nur wenig umgebaut.

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The Dreaded Hunting Season/ Pfui Jagdsaison

Two in one. Zwei in eins. The hunting season in the département Eure starts on September 22 2013 and lasts until February 28 2014. Die Jagdsaison im Département Eure geht vom 22. September 2013 bis zum 28. Februar 2014. That means: no walk with the dogs on the fields during the weekends. Das bedeutet, keine Spaziergänge mit den Hunden durch die Felder am Wochenende.

The video has subtitles and comments in English. Das Video hat Untertitel in Deutsch aber Kommentare auf Englisch. Nichts ist perfekt.

In the last hunting season 57 people died in France. In der letzten Jagdsaison in Frankreich starben 57 Personen.

Further Reading/Weiterführende Links

Accidents de chasse en France saison 2012-2013 : 57 morts (French)

Carte de france des dates d’ouverture de la chasse 2013-2014. (French)

Ouverture et clôture de la chasse dans l’Eure (French)

Die Viechlein meiner Nachbarn

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Ich habe neue Nachbarn. Die Nachbarn haben Hunde, Katzen, Hühner, Ziegen, Schafe, Pferde, eine Gans und ein Kaninchen. Ich war im August bei ihnen, um Fotos zu machen. Hätte aber den “Sport-Modus” meines kleinen Fotoapparats benutzen sollen. Seufz. Die Tiere bewegen sich wie wild und die meisten Fotos sind nichts geworden.

Die Ziege Pirouette ist sehr schlau und weiß, dass Menschen Essen in ihren Taschen haben. Deshalb schreit sie pausenlos, wenn ein Mensch in der Nähe ist. Das erfreut wohl die Nachbarn auf der anderen Seite nicht sehr. Uns ist das wurscht, die neuen Nachbarn wohnen ein paar Hundert Meter den Berg hinauf.

Pirouette. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Nachbarn haben drei Pferde, ein Miniaturpferd, ein Irish cob namens Aquarelle und Quitty, ein Paint Horse. Alle drei Pferde sind freundlich und lassen sich anfassen, wie übergroße oder im Fall des Miniaturpferds, wie normalgroße Hunde.

Quitty. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

In Mond über der Weide hab ich die Straße gezeigt, an der die Nachbarn wohnen. Wenige Tage nachdem sie eingezogen waren, fuhr ein Auto ihrem Kater über den Schwanz. Der Schwanz musste amputiert werden. Auf der Straße darf man 90km/h fahren. Totaler Wahnsinn. Neulich las ich einen total dämlichen FB-Kommentar von einem Franzosen zum zugegebenermaßen echt bescheuerten Verbot von ausgerechnet Wein, in dem er sagte, dass die französische Regierung die Höchstgeschwindigkeit auf solchen Straßen auf 80km/h senken wolle. Er fand das blöd, weil politisch korrekt. Ich finde das toll. Ja, französische Regierung, senk die verdammte Höchstgeschwindigkeit! Selbst mit 80km/h kann man sich und andere da noch problemlos abmurksen.

Insgesamt haben die Nachbarn vier Katzen. Zwei davon sind haarlos. Zumindest eine ist eine Sphynx. Da musste ich doch erstmal meine Vorurteile eintüten und in den Schrank stellen. Ich würde mir immer noch garantiert keine haarlose Katze anschaffen. Aber die beiden haarlosen Katzen waren echt süß und lieb. Ihnen geht es offensichtlich sehr gut, sie schmusten mit mir, setzten sich auf meine Schulter und schnurrten in mein Ohr. Ich hab im Haus aber gar keine Fotos gemacht. Es war auch schon spät, als ich drinnen war.

Das ist der Kater, der seinen Schwanz verloren hat. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Drei Schafe stehen auf einem kleinen eingezäunten Bereich am Eingang des 2 Hektar großen Geländes. Im November wollen sie mir den Bock leihen. Hoffentlich tobt er sich mit meinen Schafmädels aus. Zu Weihnachten wollen die Nachbarn ihn dann essen. Er ist total niedlich.

Wat? Sie wollen mich zu Weihnachten essen? Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

“Wir sind niedlich, klein und harmlos.” Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

“Hey kleines Schafmädchen, lass uns tanzen!” Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Als Wachhunde dienen drei Hunde, ein riesiger alter Leonberger namen Vulcain, eine Art Spaniel, wahrscheinlich ein Kontinentaler Zwergspaniel, namens Forever, was französisch ausgesprochen wird und deshalb wie Forêt vert(e) (‚grüner Wald‘) klingt, und ein Beauceron-Welpe namens Isak.

Vulcain der Leonberger. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Vulcain und Forever spielen “Fang die Pfote”. Sie sind ein gutes Team und die besten Freunde. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Mond über der Weide

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“Pasturage”, das englische Wort für ‘Weide’, ist ein grässlich schwieriges Wort. Hat ewig gedauert, bis ich es aussprechen konnte. Ich musste mir erst eine Sprachdatei anhören. Jedesmal wenn ich es falsch aussprach, schaute Chefin komisch aus der Wäsche, sagte aber nie etwas dazu. Wahrscheinlich hält sie mich für dumm. Macht nichts, weiter gehts! Das französische Wort “pâturage” ist übrigens einfacher für Deutsche, es spricht sich patüraasch.

Mond über der Weide. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Ich hab während des Sommers kaum Sonnenuntergangsfotos gemacht. Aber jetzt geht es wieder los. Je früher der Sonnenuntergang, desto hübscher ist er, oder desto mehr Fotos mache ich von ihm. Keine Ahnung. Von Herbst bis Frühjahr ist Sonnenuntergangssaison.

Sonnenuntergang über Le Villeret. Ein weiterer lila Abend. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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Blumen für die Bienen

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In der Normandie pflanzten die Bauern früher absichtlich Kornblumen in den Getreidefeldern. Für ihre Bienen. Bis zur Ernte war die Normandie früher also voller Blumen. Heute gibt es in Berthouville noch ein Getreidefeld mit Kornblumen und eine Brachwiese voller verschiedener Blumenarten.

Campanula rapunculus, Rapunzel-Glockenblume an einem Feldrain am 10. August. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Papaver rhoeas, Klatschmohn an einem Maisfeld. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Klatschmohn am 10. August. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Centaurea cyanus, Kornblume auf der Flockenblumenwiese in Berthouville am 12. August. Own photo on Flickr, licence: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Kornblumen in Pink und Weiß. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Cosmos bipinnatus, Schmuckkästchen, ebenfalls auf der Flockenblumenwiese. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Ausschnitt der Wiese. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Größerer Ausschnitt der Wiese. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Schmuckkästchen mit Hummel. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Anthemis arvensis, Acker-Hundskamille am 17. August. Eigenes Foto auf Flickr, Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported