Happy Easter! Frohe Ostern! Joyeuses Pâques ! 2013

en: Schlafmütz demonstrates the real Easter spirit. And I sing very embarrassingly to accompany her performance. Then I found out she rolls even without my chant. But the very meekest cannot rest in quiet, unless it suits with his ill neighbor’s humor or rather curiosity.

de: Schlafmütz demonstriert den echten Ostergeist, auch wenn es kalt ist, das Leben genießen. Ich versuchte sie durch “Hundelieder” anzuspornen. Stellte dann aber fest, sie rollt auch ohne das. Aber es kann sich die Frömmste nicht in Frieden rollen, wenn es den frechen Nachbarn nicht gefällt.

en: Schlafmütz has laid golden eggs. Hurray! de:Schlafmütz hat goldene Eier gelegt, oder vielleicht war es Rudi? Own photo, licence: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

en:Easterphex is hatching. de: Osterphex brütet. Own photo, licence: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

en: Easterbach is worried. He has laid eggs for the first time. It was a bit scary. If those eggs were edible at least. But they are golden. *sigh* de: Osterbach hat Eier gelegt. Das hat ihn ein wenig erschreckt. Wenn die Eier wenigstens essbar wären, aber es sind goldene Eier. *seufz* Own photo, licence: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Happy New Year! Frohes Neues Jahr!

Me, Brad and the rest of the tribe wish you a Happy New Year 2013!
Die Viechlein und ich wünschen euch ein Gutes Neues Jahr 2013!
Je vous souhaite une bonne et heureuse année 2013 !

In Brittany and in this area people believe, that it brings luck to embrace under a mistletoe on New Year’s Day. In der Bretagne und hier ist es Brauch, eine Mistel zu Neujahr im Haus aufzuhängen. Es bringt Glück, sich unter einem Mistelzweig zu umarmen.

My New Year's mistletoe, meine Neujahrsmistel 2012/2013. Eigenes Foto/own photo, licence/Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License/ CC by-SA

My New Year’s mistletoe, meine Neujahrsmistel 2012/2013. Eigenes Foto/own photo, licence/Lizenz: CC by-SA/ Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License/ CC by-SA

La Chandeleur, Mariä Lichtmess in der Normandie

La Chandeleur ist wie der Valentinstag ein christlicher Nachfolger der Lupercalien. Heute wird es am 2. Februar gefeiert, aber zu Beginn seiner Entstehung um das Jahr 542 feierte man es am 14. Februar. Die Lupercalien, ein heidnisches römisches Fest, wurden am 15. Februar gefeiert. Chandeleur bedeutet “Kerzen”, Kerzen symbolisierten Jesus Christus, das “Licht der Welt”. Anstatt Leute mit Riemen aus Ziegenfell Fruchtbarkeit zu schenken, trug man zu Chandeleur nachts Kerzen zur Reinigung von bösen Geistern durch die Gegend.

Foto von Fredrik Magnusson, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic

Nee, das (-> Foto rechts) ist natürlich keine Chandeleur-Prozession in der Normandie, sondern eine Luciafest-Prozession in Schweden. Kerzenprozession bei Nacht ist es aber trotzdem und so, nur wahrscheinlich nicht in weissen Kleidern, hat die Kerzenprozession in der Normandie dereinst auch ausgesehen.

In der Normandie galten Kerzen, die zu Chandeleur geweiht wurden als Mittel gegen Blitze und wurden während eines Gewitters angezündet. Es war nicht das einzige traditionelle Mittel gegen Blitze, zum gleichen Zweck gab es noch das Bûche de Noël. Wenn das Wetter an Chandeleur gut war, glaubte man, der Winter sei vorüber. Wenn in der Nacht von Chandeleur viele Sterne zu sehen, würde es viele Hühnereier geben, da kommt dann doch Fruchtbarkeit ins Spiel.

La Chandeleur wird auch das Fest der Crêpes genannt. Wenn man an Chandeleur den Hühnern Crêpes zu fressen gab, legten sie mehr Eier, Crepes im Obstgarten verursachten eine bessere Obsternte.
Man durfte die Crêpes bei der Herstellung nicht fallen lassen oder verderben. Wenn man beim Herstellen der Crêpes ein Stück Geld in der Hand hielt, war man das ganze Jahr lang finanziell abgesichert, außerdem bekam man dann keine Flöhe. Es brachte Glück einen in Papier gewickelten Crêpe auf den Kleiderschrank zu legen. Ehemänner, die traditionell nicht kochten, zündeten eine Kerze an, dann würde ihre Frau sie nicht betrügen.

crêpes

Crêpes, Foto von Nicolas Delerue, Lizenz:Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic

Begangen wird das Fest immer noch, in vielen Schulen und Restaurants gibt es an oder um La Chandeleur Crêpes.

Unter anderem nach:
Croyances Populaires de Normandie von Solange Lebreton, erschienen bei Éditions Bertout 2005, ISBN=2-86743-587-0

Valentinstag

Der Valentinstag wird am 14. Februar jeden Jahres gefeiert. In Frankreich ist es ein öffentlicher Ruhetag. Obwohl es eigentlich ein katholisches und anglikanisches Fest ist, Gedenktag des Valentin von Terni († 14. Februar 268) wandelte es sich schon bald nach seiner Einführung in ein Fruchtbarkeitsfest, denn am 15. Februar wurden die Lupercalia (auch Luperkalien) gefeiert.

Sankt Valentin tauft Lucilla, Gemälde von Jacopo Bassano (1510- 1592) im Museo Civico in Bassano Del Grappa, Lizenz:public domain/gemeinfrei

Lupercalia

Die Lupercalia wiederum waren eines der ältesten römischen Feste, gefeiert zu Ehren des Fruchtbarkeitsgottes Lupercus. Ursprünglich war es wohl ein Fest der Schäfer. Die Römer verbanden das Fest mit dem Mythos von Romulus und Remus. Es wurde im Lupercal gefeiert, einer Höhle am Hügel Palatin in Rom, wo angeblich die Gründer Roms von einer Wölfin gesäugt worden waren. Lupus ist das lateinische Wort für Wolf.

Lupercus wurden auf seinem Schrein Ziegen und junge Hunde geopfert. Die Stirnen von zwei jungen Adligen wurden dann mit dem Blut der Opfertiere beschmiert, das Blut wurde von den Luperci, den Priestern des Lupercus, mit Wolle wieder abgewischt, die zuvor in Milch getaucht worden war. Nachdem sie so gereinigt wurden mussten die jungen Leute in Gelächter ausbrechen. Dann gab es ein Festmahl mit viel Wein.

Lupercus wurde halbnackt und halb mit Ziegenfell bekleidet dargestellt, deshalb wurde den geopferten Ziegen das Fell abgezogen und die Luperci zogen es sich an. Dann rannten die halbnackten Luperci durch die Stadt und schlugen mit Riemen aus Ziegenfell Leute, die sie trafen, besonders Frauen, denn diese Zeremonie sollte Fruchtbarkeit bringen.

Angeblich wurden die Lupercalia bis ins 5. Jahrhundert hinein gefeiert und zwar nicht nur in Rom, sondern auch in anderen Städten in Italien (z.B. Velletri und Préneste) und Gallien (z.B. Nîmes), denn sie wurden in verschiedenen Inschriften erwähnt.

Euander, der auch irgendwie Rom gegründet hat, zumindest am Palatin eine Stadt gebaut hat, soll laut einer Legende die Lupercalien eingeführt haben. Darstellung aus dem Promptuarii Iconum Insigniorum von 1553, Lizenz: public domain/gemeinfrei

Vom Märtyrer zum Liebenden

Im Mittelalter wurden Legenden erfunden, die Valentin von Terni mit Liebe in Verbindung brachten. Danach soll er einen Brief an die Tochter des Kerkermeisters hinterlassen haben, mit der er sich während seiner Haft angefreundet habe. Den habe er mit “dein Valentin” signiert, weshalb Leute, die sich gegenseitig am Valentinstag beschenken, auch “Valentin” und “Valentine” genannt werden.

Der Valentinstag galt als ein “Lostag”, ein Tag an dem sich das zukünftige Schicksal entscheidet. Man sagte, dass ein Mädchen später den ersten Jungen heiraten würde, den es am Morgen des Valentinstages sieht.

Der französische Poet Othon III de Grandson (zwischen 1340 und 1350 bis 1397) schrieb einige romantische Versdichtungen über den Heiligen Valentin (z.B. “La complaincte amoureuse de sainct Valentin Gransson”, das Liebesklagelied des Heiligen Valentin). Diese Dichtungen wurden im 15. Jahrhundert am französischen Hofe beliebt. Und der Valentinstag wandelte sich vom Fruchtbarkeitsfest zu einem Fest der romantischen Liebe.

Seit dem Zweiten Weltkrieg werden auch in deutschsprachigen Ländern Blumen, herzförmige Sachen und Grusskarten am Valentinstag verschenkt.

Valentinskarte von 1910, gescannt von Indech, Lizenz:public domain

Valentinstag anderswo

Seit den 1980er Jahren wird der Valentinstag auch in China und Taiwan besonders bei jungen Leuten immer beliebter. Das eigentliche romantische chinesische Fest der Liebenden, Qi Qiao Jie oder Qixi, wird jedoch am 7. Tag des 7. Monats des Mondkalenders gefeiert (2010 am 16. August).

In Japan verschenken Frauen seit den 1980er Jahren am Valentinstag sogenannte Pflichtschokolade (Giri choko). Am 14. März müssen die beschenkten Männer den Frauen etwas Weisses schenken, deshalb heisst der 14. März “White Day” (weisser Tag). Man kann das Schokoladengeschenk aber auch höflich ablehnen.

In Brasilien wird das eigentliche Fest der Liebenden (“dia dos namorados”) am 12. Juni gefeiert. In Kolumbien heisst der romantische Feiertag “día del amor y amistad”, Tag der Liebe und Freundschaft, und wird am 3. Samstag im September gefeiert.

Quellen

William Smith, D.C.L., LL.D.: A Dictionary of Greek and Roman Antiquities, John Murray, London, 1875.

Der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler

14. Juli, französischer Nationalfeiertag

Der französische Nationalfeiertag soll an die Fête de la Fédération (Föderationsfest) erinnern. Ein Fest, das am 14. Juli 1790 auf dem Champ-de-Mars, dem Marsfeld, in Paris stattfand. Dieses Fest wiederum wurde zur Feier der Erstürmung der Bastille abgehalten. Die Bastille war am 14. Juli 1789 erstürmt worden. Warum einfach wenns auch kompliziert geht.

Beim Föderationsfest hatten sich 60000 Abgeordnete aus 83 Départements getroffen und Louis XVI (Ludwig XVI.) schwor den Eid auf die Verfassung. Damals wollte man ihn noch als Galionsfigur ohne Macht am Leben lassen. Diese Handlung Louis XVI gilt als Ende der absolutistischen Monarchie in Frankreich, was wiederum beim Nationalfeiertag gefeiert wird.

Der Nationalfeiertag ist ein gesetzlicher, arbeitsfreier, bezahlter Feiertag. Das Gesetz zu seiner Einsetzung wurde am 6. Juli 1880 verkündet.

Traditionell wird eine militärische Parade in Paris abgehalten. Sie beginnt auf den Champs-Élysées, führt zum place Charles-de-Gaulle (Platz) und endet auf dem place de la Concorde (Eintrachtsplatz).

Videos der furchtbar langen Parade am 14. Juli 2007 in Paris, bei der viele europäische Länder teilnahmen:

Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6

Von diesen militärischen Zurschaustellungen mal abgesehen, die nicht nur in Paris, sondern zum Beispiel auch in Marseilles stattfinden, macht man noch Feuerwerk. Den Franzosen selbst ist unklar, wann man das Feuerwerk macht. Eventuell soll es in der Nacht vom 14. zum 15. gemacht werden, aber weils so schön ist fangen viele schon am 13. an.

Quelle:
Tout savoir sur le 14 Juillet