Der französische Adelstitel Vicomte

Der Titel Vicomte (für Frauen Vicomtesse) war im Ancien Régime (Mittelalter bis zur Französischen Revolution 1789 bis 1799) erblich. Der Vicomte verwaltete eine Gegend namens “Vicomté” für einen Comte (Grafen) oder Duc (Herzog). Im 10. Jahrhundert gab es eine „Befreiungsbewegung“ der Vicomtes, von denen einige im 11. Jahrhundert Barone wurden. Seit dem 18. Mai 1804 (Napoleon I.) liegt der Rang des Vicomte zwischen Baron und Comte, vorher hing der Rang vom Alter des Adelstitels ab und davon, für wen der Vicomte eine Gegend verwaltete.

Im Ancien Régime durften Vicomtes natürlich auf Offiziersschulen gehen. Unter Napoleon I. (1804-1814) war der Titel Vicomte nicht mehr erblich und ein reiner Ehrentitel, der keine Privilegien beinhaltete.

Heraldische Darstellung der französischen Adelränge, Ordnung nach 1804, von Wikimedia Commons Benutzer Syryatsu, Lizenz: gemeinfrei/public domain

Quelle:
Du droit nobiliaire français au XIXe siècle von Alfred Levesque, erschienen bei H. Plon in Paris 1866

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